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Aktion zum Idahobit​: Regenbogen über Erkelenz​

Aktion zum Idahobit : Regenbogen über Erkelenz

Der Verein Vielfalt mit Herz informiert am Alten Rathaus über Diversität und die queere Community in der Region. In einem Monat steht der erste Christopher Street Day an.

„Ist hier Kirmes?“, fragt ein älterer Mann im Vorbeigehen. Doch die Fahnen in Regenbogenfarben, das bunte Infomaterial und der fröhlich dekorierte Kuchen sind aus einem anderen Anlass vor Ort: Am 17. Mai ist der alljährliche Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (englische Abkürzung: Idahobit). Der Aktionstag wurde erstmals 2005 ins Leben gerufen und erinnert daran, dass die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität erst am 17. Mai 1990 von der Liste der psychischen Krankheiten strich. Seitdem hat sich in der Weltgemeinschaft zwar viel getan, aber noch immer werden Menschen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität von der gesellschaftlichen Norm abweichen, weltweit Opfer von Diskriminierung, Gewalt, Hasskriminalität oder politischer Verfolgung. In seiner jetzigen Form wird der Idahobit seit 2015 begangen, um auf dieses Unrecht aufmerksam zu machen und für die Rechte von queeren Menschen einzustehen.

Der 2021 Jahr gegründete Verein Vielfalt mit Herz im Kreis Heinsberg hat nun anlässlich des Idahobit eine eigene Aktion ins Rollen gebracht und war in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem Informationsstand am Alten Rathaus in Erkelenz vertreten, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen und für Toleranz und Offenheit zu werben. Zur Eröffnung des Aktionstages hisste Bürgermeister Stephan Muckel gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Robbin Supheert die progressive Regenbogenflagge.

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Im Laufe des Nachmittags zeigten sich die acht Mitglieder des Vereins, die den Stand betreuten, offen für alle Fragen der Passanten. Neben Broschüren und Kartenmaterial hatte der Verein aber auch aufbauende und informative Leseempfehlungen zur Hand: Neben dem Nachschlagewerk „Queergestreift“ luden auch Kinderbücher wie das in Ungarn umstrittene „Märchenland für alle“ zum Schmökern ein. „Wir wollen die Gemeinschaft vor Ort auch dadurch stärken, die ländlichen Lebensräume für queere Menschen attraktiver zu machen. So viele brillante und kreative junge Köpfe wandern in die Städte ab, weil sie das Gefühl haben, auf dem Land nicht offen leben zu können – wir wollen dagegenhalten und zeigen: ‚Ihr seid willkommen, ihr seid nicht allein‘“, betonte der zweite Vorsitzende, Heinz Küppers-Schilling.

Genau wie der Christopher Street Day, den der Verein am 18. Juni in Geilenkirchen zum ersten Mal im Kreis organisiert, soll auch der Idahobit in jedem Jahr in einer anderen Stadt im Kreisgebiet stattfinden.

Weitere Informationen auf der Webseite des Vereins unter www.vielfaltmitherz.de.