Erkelenz: A 46: Verlängerung in Sicht

Erkelenz: A 46: Verlängerung in Sicht

Bis 2016 soll die A 46 über die B 56n mit der niederländischen A 2 verbunden werden. Mit dem Bau der B56n wird nach Angaben des Landesbetriebs Straßen NRW noch in diesem Jahr begonnen. Die Straße kostet 39 Millionen Euro.

Mit dem Bau der Bundesstraße 56 neu soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Das teilt der Landesbetrieb Straßen NRW mit. Der Bund wird für den Bau des 18 Kilometer langen Teilstücks insgesamt rund 39 Millionen Euro bereitgestellt. Die dreispurige Straße soll die Autobahn 46 zwischen dem Ausbauende am Restaurant Janses Mattes (Bundesstraße 221 bei Heinsberg) mit der niederländischen Autobahn 2 verbinden. Der Landesbetrieb hofft, dass die Trasse bis 2016 fertiggestellt ist.

Lückenschluss gefordert

Prominente Vertreter aus Politik und Wirtschaft fordern seit vielen Jahren, dass die insgesamt 18 Kilometer lange Lücke zwischen der A 46 und der A 2 geschlossen wird. Zuletzt hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen massive Kritik an der bis heute fehlenden Verbindung zwischen dem deutschen und niederländischen Autobahnnetz geübt.

"Die derzeit rückläufige Pendlerverflechtung des Kreises Heinsberg mit den benachbarten Niederlanden kann auf die noch fehlende Anbindung an die niederländische A 2 zurückgeführt werden", heißt es im Pendleratlas für die Region Aachen. "Dass die Pendlerverflechtungen zu den benachbarten Niederlanden rückläufig sind, ist für mich ein überraschendes und enttäuschendes Ergebnis", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Drewes. Die IHK hatte die Analyse der Pendlerströme aus und in den Kreis Heinsberg im Februar dieses Jahres veröffentlicht.

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Die Grundlage für den Lückenschluss zwischen der A46 und der niederländischen A2 wurde im April 2005 gelegt. Damals unterzeichneten der damalige Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe und seine niederländische Kollegin Karla Peijs den entsprechenden Staatsvertrag.

Der Bau ist auf deutscher Seite in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt an der deutsch-niederländischen Grenze wurde bereits 2008 freigegeben. Das zweite Teilstück der Straße soll noch in diesem Monat für den Verkehr freigegeben werden. Bei dem nun bevorstehenden dritten Bauabschnitt soll die letzte Lücke zur Autobahn 46 endlich geschlossen werden. Zehn Brücken müssen für das acht Kilometer lange letzte Teilstück gebaut werden.

Insbesondere mit Blick auf die günstige Lage des Kreises Heinsberg zwischen den Wirtschaftszentren von Rhein und Maas dürfte die grenzüberschreitende Erreichbarkeit in der Region zwischen beiden Ländern durch die B 56n als Verlängerung der A 46 und Anschluss an das niederländische Fernstraßennetz über die A 2 deutlich verbessert werden. Die IHK erhofft sich von dem Lückenschluss positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt im Kreis Heinsberg.

(RP/rl)
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