Erkelenzer Land: 370 Tonnen Streusalz für Stadtstraßen

Erkelenzer Land: 370 Tonnen Streusalz für Stadtstraßen

Weil im zurückliegenden Winter der Wechsel zwischen Frost- und Tau-Phasen weitgehend ausblieb, rechnen die Kommunen und der Kreis Heinsberg nur mit geringen Winterschäden an Straßen und Gehwegen.

Zusammengerechnet 370 Tonnen Streusalz sind in diesem Winter von den Bauhöfen in Erkelenz, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg benötigt worden, um Wege und Fahrbahnen nutzbar zu machen. Das waren 70 Tonnen weniger als im Vorjahr, ergibt eine erste Auswertung der Kommunalverwaltungen. "Trotz der gefühlten ,Jahrhundertkälte' der vergangenen Wochen war der Winterdienst im Jahr 2016/17 mit deutlich mehr Aufwand verbunden", bilanziert Ansgar Lurweg, der Technische Beigeordnete der Stadt Erkelenz.

Foto: Speen

Insgesamt streute Erkelenz in den zurückliegenden Wochen und Monaten etwa 200 Tonnen Salz. Mitarbeiter und Fahrzeuge leisteten 980 Einsatzstunden. Kosten entstanden in Höhe von 57.500 Euro. Im Winter zuvor waren es noch 250 Tonnen Salz, 1415 Einsatzstunden und Kosten in Höhe von 81.500 Euro. Verglichen mit dem harten Winter 2010, als landesweit die Streusalzvorräte knapp geworden waren, waren die vergangenen Winter sehr mild. Im Jahr 2010 hatte allein Erkelenz 600 Tonnen Salz eingesetzt.

Gut war der Winter für die Stadtkassen, weil nur wenige weitere Kosten erwartet werden. Warum, das erklärt Ansgar Lurweg: "Da in diesem Jahr die länger anhaltende Frostperiode ohne die für die Verkehrsinfrastruktur schädlichen Frost-Tau-Wechsel stattgefunden hat, sind keine außergewöhnlichen frostbedingten Unterhaltungsaufwendungen zur Schadensbeseitigung an Straßen und Wegen zu erwarten." Ähnliches berichtet sein Amtskollege Achim Ortmanns aus Hückelhoven, wo an 15 Tagen jeweils ab 4 Uhr Winterdienst geleistet und rund 60 Tonnen Salz ausgefahren wurden: "Nach bisherigen Feststellungen bei den Straßenkontrollen sind Frostschäden erfreulicherweise gering." Auch Wegberg geht derzeit von keinen allzu großen Schäden aus, erklärt Bauhofleiter Ingmar Pape: "Sicherlich sind vereinzelt neue Schäden auf den Winter zurückzuführen, von größeren Schäden an jeweils konzentrierten Stellen ist bislang nicht auszugehen." Noch aber hat der Streckenkontrolleur seine Arbeit nicht abgeschlossen.

Seit Beginn der Winterdienstkampagne am 14. November wurden in Wegberg insgesamt rund 470 Personalstunden aufgewendet. Von denen sind etwa 250 als Überstunden anzusehen, da diese an Wochenenden oder zu Nachtzeiten angefallen sind. "Diese werden von den Kollegen im Jahresverlauf abgebaut", erläutert Pape. Dessen Mitarbeiter streuten bisher schätzungsweise 60 Tonnen Salz (plus Flüssigsalz), mit dem auch der Freiwilligen Feuerwehr geholfen werden musste, weil bei einzelnen Einsätzen Löschwasser auf dem Untergrund gefroren war. "Zudem gab es zu Beginn des Jahres einen Wasserrohrbruch, welcher überfrierendes Wasser erzeugte. Auch hier musste mit Taumitteln gegengewirkt werden", erzählt Wegbergs Bauhofleiter.

Wassenberg setzte gut 50 Tonnen Streusalz ein und rechnet für Personal, Fahrzeuge, Maschinen und Material mit Kosten in Höhe von rund 31.000 Euro. Positiv weiß auch Annika Schmitz von der Stadtverwaltung Wassenberg zu berichten, dass "keine Straßenschäden bekannt sind, die sofortige Abhilfemaßnahmen erfordern". Das Schadensbild auf den Straßen könne sich aber gegebenenfalls zeitverzögert zeigen, deshalb werde eine abschließende Bewertung bei der Straßenkontrolle in den nächsten Monaten erfolgen.

(spe)