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Zwist zwischen Fridays for Future und den Grünen in Emmerich

Umweltaktivisten : „Fridays for Future“ gibt den Grünen einen Korb

Absage für Gründungs-Termin in Emmerich: Umwelt-Aktivisten wollen sich nicht von der Umwelt-Partei vereinnahmen lassen.

In Rees gibt es sie und in Kleve sowieso. In fünf Kommunen im Kreisgebiet ist die „Fridays for Future“-Bewegung mittlerweile aktiv, in Emmerich allerdings noch nicht. Eigentlich hätte am Freitagabend auch ein Emmericher Ableger der „Fridays for Future“-Bewegung gegründet werden sollen. Doch dazu ist es nicht gekommen. Der Termin wurde am Donnerstag kurzfristig abgesagt.

Nach Informationen der RP hatte es zuvor Meinungsverschiedenheiten zwischen Vertretern von „Fridays for Future“ und den Emmericher Grünen gegeben. Die hatten Umweltaktivisten aus Kleve und Rees in die Leegmeerstuben eingeladen, um Emmericher Jugendlichen über ihre Erfahrungen Auskunft zu geben. Dafür hatten die jungen Umweltschützer auch ihre Zusage gegeben. Doch wie sie erst aus der schriftlichen Einladung erfuhren, sollte an diesem Abend auch die Gründung einer Emmericher Gruppe von „Fridays for Future“ erfolgen. Dafür wollten sich die Umweltaktivisten jedoch nicht hergeben. Sie gaben den Grünen einen Korb, weil sie sich als überparteiliche Bewegung verstehen und  somit auch nicht unter der Federführung der Grünen stehen wollen.

Jannik Berbalk, Koordinator der „Fridays for Future“-Demonstrationen im Kreis Kleve wollte sich auf Anfrage der RP nicht weiter zu dem geplatzten Treffen äußern, machte aber klar, dass die Initiative für die Gründung einer „Fridays for Future“-Gruppe von den Jugendlichen selbst ausgehen müsse. „Wenn in Emmerich das Interesse für eine solche Gruppe vorhanden ist, wird sie auch gegründet werden. In den anderen Kommunen war das auch ohne Einfluss von außen möglich“, sagte er der RP.

(Markus Balser)