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Emmerich: Yes: Fly from here

Emmerich : Yes: Fly from here

Eigentlich schade. Als mir der Kollege die neue CD von Yes gab, war die Rezension im Kopf schon fertig. Da sollte etwas stehen von "hohlster Musik seit Erfindung der ausgeblasenen Eier" oder Rockdinosauriern, die sich das letzte Stück Fleisch von den Knochen spielen.

Doch dann gibt es beim Hören die große Überraschung. Yes klingen gar nicht hohl und altbacken, sondern erstaunlich frisch und vor allem songorientiert. Dass die beiden "Buggles" Trevor Horn und Geoff Downes mitmischen, tut der Platte hörbar gut. Auch dass der etatmäßige Sänger Jon Anderson fehlt, ist kein Nachteil, denn der neue Frontmann Benoit David drückt den Songs einen eigenen Stempel auf, ohne dabei den Yes-Sound zu verraten.

Ein besonders dickes Lob aber gehört Gitarrist Steve Howe. Der hat tatsächlich doch noch den Schalter an der Gitarre gefunden, um sie von seinem üblichen Nerv-Sound auf klare Gitarrentöne umzustellen. So gibt es eingängige, fast schon poppige Stücke. Wer "Drama" oder "Tormato" von Yes mag, wird diese CD lieben. zel

Info Die CD ist bei Frontiers Records erschienen

(RP/rl)