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Rees: Wunsch: das Pflaster erhalten

Rees : Wunsch: das Pflaster erhalten

Rege diskutiert wurde gestern am Stand der Rheinischen Post auf dem Reeser Wochenmarkt. Es ging um die Umgestaltung des Reeser Zentrums. Deutlich wurde das allgemeine Ziel, den eigentlichen Marktplatz von Autos frei zu halten.

Dieter Roos war der erste, der die Mobile Redaktion der Rheinischen Post gestern Morgen gleich um Punkt 10 Uhr besuchte. Und der Reeser hatte ganz klare Meinungen zur Marktplatz-Neugestaltung mitgebracht. "Das Pflaster sollte in seiner jetzigen Form auf jeden Fall erhalten bleiben", sagte er.

Einmal habe die Stadt ohnehin kein Geld, um teures neues Pflaster zu finanzieren. "Außerdem ist der Markt doch noch in gutem Zustand. Was passiert, wenn man helles, modernes Pflaster nimmt, das hat man ja in Emmerich gesehen", sagt Roos, der auch lange in der Nachbarstadt lebte. Wie ansprechend eine Anlage mit historischen Steinen gestaltet werden könne, sei doch am Skulpturenpark zu sehen.

"Blechlawine muss weg"

Unterstützung für diese Sichtweise bekam er von Hermann Voss: "Das ist hier historisch gewachsen, daran sollte nichts geändert werden." Einig war man sich aber darin, dass der Markt barrierefrei gestaltet und die Bürgersteige abgesenkt werden sollten.

Allgemeiner Wunsch war auch, die "Blechlawine" vom Marktplatz entfernen. "Das ist auch unser Ziel", sagte Bürgermeister Christoph Gerwers, der ebenfalls am Stand Rede und Antwort stand. Die Parkplätze sollen neu entlang der Straße Am Markt angeordnet werden, der Marktplatz selbst autofrei bleiben.

Mancher würde sich sogar wünschen, dass die Autos ganz vom Markt verschwinden. "Es sollte höchstens einen Punkt geben, der dann zum Parken freigegeben ist", meinte Ursel Nederkorn, die selbst immer zu Fuß oder mit dem Rad in die Innenstadt kommt. Der Bürgermeister machte aber deutlich, dass auch weiterhin Parken am Marktplatz möglich sein muss. "Die Anwohner müssen ja auch zu ihren Häusern kommen können." Jeder Parkplatz der wegfalle, bereite erst einmal Bauchschmerzen.

Bei den derzeit diskutierten Konzepten ist der Wegfall von Parkplätzen aber eher gering. Statt 76 würde es künftig noch 71 Stellplätze geben. "Und die wären dann auch richtig geordnet", sagte der Bürgermeister.

Eduard Wentges hatte auch gleich die Idee, die Front des Rathauses neu zu gestalten. Das Dach solle in der Mitte geteilt werden, das würde die Optik auflockern und aufwerten.

Eins wurde am Stand aber auch deutlich. Eigentlich scheinen die Reeser mit "ihrem" Platz auch jetzt schon recht zufrieden zu seien. "Wir sollten gar nicht so viel ändern und Rees lassen, wie es ist", meinte Magda Dresen.

(RP/jul)