Landesumweltministerium weist Gebiet aus : Teile von Rees sind jetzt „Wolfsgebiet“

Im Kreis Wesel hat sich eine Wölfin sesshaft gemacht. Das Landes-Umweltministerium erklärte daher jetzt ein 958 Quadratkilometer Gebiet zum Wolfsgebiet - darunter auch Teile von Rees.

Noch ist man abwartend in Rees. Abwartend, weil keiner genau weiß, wie wirksam die Maßnahmen sein werden, die das NRW-Umweltministerium den Schäfern offeriert. Mit Wirkung zum 1. Oktober hat das Ministerium für NRW ein erstes Wolfsgebiet ausgewiesen, das auch Teile von Rees umfasst. Schafhalter Mark Ricken aus Bienen hofft, dass er diese Schutzmaßnahmen erst gar nicht in Anspruch nehmen muss. „Meine Schafe weiden auf stadtnahen Gründen. Ich hoffe, dass sich Wölfe nicht so nah an bebautes Gebiet heranwagen.“ Zum Schutz der Tiere sollen bei begründeten Verdachtsfällen unentgeltlich Elektrozaun und Fotofalle bei Land oder Nabu-Landesverband ausgeliehen werden können. Oder dafür Fördermittel beantragt werden können. Gefördert werden soll auch die Anschaffung und Ausbildung von Herdenschutzhunden. Tierrisse werden wie jetzt schon bei Nachweis erstattet. „Dabei handelt es sich aber nur um den momentanen Wert“, so Deichgräf Herbert Scheers. Nicht entschädigt werde der tatsächliche Verlust. Schließlich bedeute ein gerissenes Mutterschaf auch keine Lämmer im Frühjahr.

(rau)
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