Wochenmarkt im Rheinpark keine Lösung in Emmerich

Enttäuschung für die Emmericher : Markt im Rheinpark keine Dauerlösung

Stadtverwaltung und Händler sind sich einig: Bei Regen und starkem Wind ist der Wochenmarkt dort nicht möglich.

Der Wochenmarkt im Rheinpark. Das kam am Mittwoch bei den Emmerichern hervorragend an. Am Samstag wird er dort noch einmal stattfinden. Allerdings wird der Park kein dauerhafter Standort werden. Das macht die Emmericher Stadtverwaltung deutlich.

Händler-Sprecher Ludger Wittenhorst. Foto: Endermann, Andreas (end)

Dass der Markt in den Park gezogen ist, hat einen einfachen Grund,. Der Geistmarkt ist wegen der Kirmes gesperrt. Die Händler können ihre Stände und Wagen dort nicht aufstellen. Der Neumarkt, der eigentliche Standort des Marktes, ist eine Dauerbaustelle. Hier kann niemand mehr einen Markt abhalten, bis alles bebaut und der Platz wieder hergerichtet beziehungsweise neu gestaltet worden ist. Denn wenn Investor Josef Schoofs seine Bauten in der Innenstadt hochgezogen hat, soll der Neumarkt als Fläche nicht nur als Parkraum dienen, sondern mittwochs und samstags auch als Marktplatz.

Im Internet lobten die Emmericher  den Markt im Park. Es gab keine negativen Stimmen. Und viele, die sich bei Facebook zu Wort meldeten, äußerten den Wunsch, dass der Markt doch immer im Park stattfinden möge.

Das wird es aber nicht geben können, betonte Stadtsprecher Tim Terhorst auf Anfrage. Böse Absicht oder mangelndes Verständnis stecken nicht dahinter. „Wir hatten am Mittwoch optimales Wetter für den Wochenmarkt im Rheinpark“, so Terhorst. „Wenn man sich aber mal vorstellt, dass der Markt dort stattfinden soll, wenn es zuvor einige Tage geregnet hat, dann wird klar, wie schwierig das werden kann.“

Terhorst ruft in Erinnerung, dass die Schotterwege am Mittwoch trocken waren. Ebenso die Rasenflächen. „Wenn es im Park matschig ist, kann der Fischhändler mit seinem großen Wagen wohl nicht mehr in den Park“, so Terhorst.

Ein Händler, der Textilien auf dem Markt verkauft und diese auf Kleiderständern präsentiert, warnte am Mittwoch bereits, so Terhorst. „Wenn es im Park windig ist, fliegt ihm die Kleidung weg.“ Der Park sei leider kein windgeschützter Standort.

Der Sprecher der Emmericher Marktbeschicker, Ludger Wittenhorst, meinte am Donnerstag: „Der Park kann leider keine Dauerlösung sein. Wir hatten am Mittwoch optimale Bedingungen. Wenn die nicht herrschen, kann es schwierig werden.“

Er selber stand mit seinem Stand direkt am Rhein. „Ein herrlicher Platz, aber schon am Mittwoch war hier mehr Wind als sonst auf dem Geistmarkt oder dem Neumark herrscht.“ Die Markthändler hätten selber den Wunsch gehabt, wegen der Sperrung des Geistmarktes in den Park zu ziehen. „Und wir waren überrascht, wie gut das angenommen worden ist.“ Denn eigentlich sei ein häufiger Standortwechsel für einen Markt nicht gut. „Der Mensch ist eben ein Gewohnheitstier.“ In diesem Falle habe das sehr gut funktioniert. 

Stadtsprecher Terhorst betonte am Donnerstag: „Der Rheinpark eignet sich nicht als Dauerstandort. Aber das heißt nicht, dass wir den Wochenmarkt dort nicht auf mal wieder stattfinden lassen können. Der nächste Termin ist das Stadtfest.“