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WLAN und Emmerich: Bartels sauer auf Stadtwerke und WfG

Emmerich : Bartels über freies WLAN - Idee ist schon mehrere Jahre alt

Stadtwerke und Wirtschaftsförderung in Emmerich wollen freies WLAN möglich machen und hoffen auf die Hilfe von Händlern und Wirten. Gerd Bartels ist sauer: Die Idee sei schon Jahre alt.

Gerd Bartels ist sauer. Es geht um den Versuch von Stadtwerken und Wirtschaftsförderung, freies WLAN an der Promenade und der Innenstadt hinzubekommen.

Die Beiden schmücken sich mit fremden Federn, schreibt Bartels. Er ist der Vorsitzende der Wählergemeinde „UWE“ (Unabhängige Wählergemeinschaft Emmerich). „Hier versuchen die Wirtschaftsförderung Emmerich und die Stadtwerke Emmerich den Bürgern aktuell alten Wein in neuen Schläuchen“ zu verkaufen“, schreibt Bartels. Es mute so an, als ob die beiden Protagonisten sich etwas neues hätten einfallen lassen. „Das ist aber mitnichten so“, schreibt Bartels.

Er listet auf: „Bereits am 22.12.2012 hat die CDU einen gleich-oder ähnlich lautenden Antrag zu diesem Thema gestellt. Und am 17.8.2018 kam ein erneuter Antrag von der UWE, die diesen Antrag mit Datum vom 27.3.2019 nochmals wiederholte.“

Gründe für die Ablehnung seien  zu diesem Zeitpunkt längst überholte juristische Details gewesen. „Allerdings hat zum gleichen Zeitpunkt Karlsruhe bereits seit Mai 2014 das Projekt „KA-W-LAN“ im Betrieb, was ja die bei uns angeführten juristischen Bedenken  ad absurdum  stellen dürfte“, so Bartels. Auch die EU habe damals den Nutzen von kostenfreiem W-Lan erkannt und dazu ein Förderprogramm für 2800 Kommunen in der EU bereitgestellt. Bartels: „Hierbei hätte auch Emmerich von einer 15.000-Euro-Förderung profitieren können, so wie es 224 Kommunen in Deutschland taten und weitere 416 deutsche Kommunen im zweiten Schritt dazu ebenfalls Gelegenheit hatten.“ Das habe die UWE in ihrem Antrag auch explizit beschrieben.

  • Symbolfoto.
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Bartels: „Wenn sich also jetzt Stadtwerke und Wirtschaftsförderung den „Sieger-oder Innovationskranz“ umhängen wollen, so ist das nach unserer Meinung nicht redlich, denn alle Vorarbeiten hatten bereits andere erledigt. „Also immer schön bei der Wahrheit bleiben und sich nicht mit fremden Federn schmücken.“