Rees Wirte: "Zug soll wieder auf dem Markt enden"

Rees · Die Gastronomen klagen über Umsatzeinbußen durch das neue Karnevalszelt. Am Montag trafen sie sich mit dem Bürgermeister.

Am Montag schilderten die Wirte dem Bürgermeister ihre Sorgen.

Am Montag schilderten die Wirte dem Bürgermeister ihre Sorgen.

Foto: Breuer / Archiv

Eine Sache war den Wirten wichtig. "Wir sind nicht gegen ein Festzelt zu Karneval in Rees", betonte Ludger Rösen vom Rheincafé. Vielmehr seien die Umstände rund um das neue Partyzelt den Wirten sauer aufgestoßen. Wie berichtet, hatte Marcel Weyer von VGER erstmals ein Event am Westring ausgerichtet. Die Premiere an den drei Tagen Altweiber, Karnevalssamstag und Rosenmontag war ein Erfolg. Das bekamen die Wirte in der City zu spüren. Sie klagten über mehr als 60 Prozent Umsatzrückgang. Anlass, gestern beim Wirtestammtisch gemeinsam mit dem Bürgermeister über Perspektiven für das kommende Jahr zu sprechen.

So fragten die Wirte nach, warum das Zelt denn nicht auf dem Marktplatz aufgestellt werden kann. Dann würden die Besucher auch nicht an den Rand gezogen wie beim Standort Westring. Bürgermeister Christoph Gerwers erläuterte, dass die Stadt nicht Ausrichter der Partys im Zelt gewesen sei. "Vielmehr war es schon seit Jahren Wunsch aus der Bevölkerung, ein zusätzliches Angebot für die Narren in Rees zu machen." Dieser Ruf war vor allem laut geworden, nachdem im letzten Jahr die Jecken in großer Zahl nach Mehr gezogen waren, um dort im Zelt zu feiern. Auch VVV und Werbegemeinschaft hätten die Zelt-Idee unterstützt, die Marcel Weyer schon seit mehreren Jahren an die Stadt herantrug. Schließlich habe man sich für den Westring entschieden, um die Anwohner am Markt nicht mit drei Tagen Karnevalsparty zu verärgern. "Aus unserer Sicht ist es da gut gelaufen, es gab kaum Beschwerden, gute Resonanz in der Bevölkerung und daher steht einer Wiederholung im nächsten Jahr nicht im Wege", sagte Gerwers.

Dagegen haben auch die Wirte im Grundsatz nichts, doch dann sollte auch Bewerbern aus Rees die Chance gegeben werden, sich für ein Zelt zu bewerben. Rainer van Laak sagte gestern bereits, dass er daran Interesse hätte. Schon vor einigen Jahren hatte er einen solchen Vorstoß gestartet.

Klare Forderung der Wirte war, dass der Zug im nächsten Jahr wieder am Marktplatz enden soll. "Der Zug hat immer dort geendet, danach sind die Narren dann traditionell durch die Kneipen gezogen", sagt Andrea Collins von den Rheinterrassen. Hier verwies Gerwers darauf, dass die "Harmonie" für die Organisation des Zuges und damit auch den Weg zuständig sei. Daher wollen die Wirte jetzt das Gespräch mit den Verantwortlichen dort suchen. Sie hoffen, dass wieder mehr Betrieb in den Kneipen ist.

Volker Kullmann gab seinen Kollegen aber auch mit auf den Weg, dass sie selbst aktiv werden müssen, um die Gäste mit attraktiven Angeboten zu locken.

(RP)
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