Veranstaltungstipp: Westcoast-Klänge in der Pop Bar

Veranstaltungstipp: Westcoast-Klänge in der Pop Bar

Die von Musikkritikern hochgelobte Band "Someday Jacob" tritt am Freitag in der Haldern Pop Bar mit neuen Songs im Gepäck auf. Zu hören gibt es sanften Songwriter-Pop.

HAldern (RP) Ende letzten Jahres veröffentlichten "Someday Jacob" ihr neues Album "Everybody Knows Something Good". Im Februar 2018 präsentieren sie nun ihre neuen Songs auf live auf Tour. Am morgigen Freitag, 16. Februar, können sich Musikfans am Niederrhein selbst ein Bild vom neuen Album machen, denn dann spielen die Jungs aus Bremen in der Haldern Pop Bar.

Die Arbeit am Lied: Darum geht es bei dem Quartett um Sänger, Gitarrist und Songschreiber Jörn Schlüter. Nicht um schnelle Schlüsselreize, nicht um Selbstinszenierung - und ganz gewiss nicht darum, besser als die anderen zu sein. Musik ist kein Wettbewerb, sondern ein Gespräch. Ist sie es nicht, fühlt sie sich leer an. Jeder weiß etwas Gutes: "Everybody Knows Something Good".

Für das eben so betitelte neue Werk - es ist insgesamt das dritte - gehen "Someday Jacob" in die Stadt. Evozierten die Lieder des Vorgängers Wälder und Schluchten, wird der Ton nun etwas konkreter, direkter - "Everybody Knows Something Good" ist eher ein Haus als eine Wiese. "Die Lieder von der Platte kamen uns wie ein Versteck vor, vielleicht eine Höhle oder ein Baumhaus", erklärt Schlüter, "die neuen Songs hatten dagegen etwas Unmittelbares, Offenes und Klares. Wir wollten einen Sound, der das ausdrückt."

Den richtigen Mann dafür fanden "Someday" Jacob, wie schon zuletzt, in Nashville: Der Grammy-dekorierte Rick-Rubin-Sidekick Ryan Hewitt (Red Hot Chilli Peppers, Johnny Cash, Avett Brothers, Angus & Julia Stone) setzte die Aufnahmen des Quartetts in Szene. Das Master stammt wieder von Richard Dodd (Tom Petty, George Harrison).

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Dass die Zusammenarbeit zwischen den Kontinenten ganz wundervoll funktioniert, hört man zum Beispiel bei "Slow Down": Das Lied ist ganz und gar Someday Jacob, doch es mischen sich Assoziationen des Late-Seventies-L.A.-Sounds hinein. "Hands Of Love" dagegen führt geradewegs in das von Musikern wie Jason Isbell bewohnte Americana-Nashville der Gegenwart. Und das bittersüße "Your Medicine" evoziert den sanften Songwriter-Pop von Josh Rouse bzw. Fleetwood Mac. Und wieder sind überall Melodien.

Dabei wären "Someday Jacob" nicht sie selbst, wenn nicht auch das Brüchige, Kantige in ihrer Musik steckte.

Someday Jacob, Fr., 16. Februar, 21 Uhr (Einlass: 19 Uhr), Haldern Pop Bar, Lindenstraße 1b (Eintritt frei).

(RP)