Wesel: Bosse ist der Star beim Eselrock-Festival im Heubergpark

Ende Mai im Weseler Heubergpark : Bosse ist der Star bei Eselrock

Umsonst und draußen: Bis zu 20.000 Zuschauer werden am 31. Mai und 1. Juni beim 12. Musikfestival im Weseler Heubergpark erwartet. 18 Bands haben ihr Kommen zugesagt.

Im Jahr 2009 sorgte beim Eselrock-Festival im Weseler Heubergpark ein damals praktisch noch unbekannter junger Mann mit seiner Gitarre für Aufsehen. Denn was der Songwriter spielte, gefiel dem Publikum. Dass er in den folgenden Jahren einen fast kometenhaften Aufstieg erleben würde, hätte damals kaum jemand erwartet. Doch heute füllt Axel „Aki“ Bosse – mittlerweile mit Band – selbst die größten Hallen. Mit Hits wie „So oder So“, „Dein Hurra“ und natürlich „Schönste Zeit“ hat sich Bosse an die Spitze der Charts gespielt und befindet sich gerade auf großer Deutschland-Tournee.

Bei der nunmehr zwölften Auflage des Umsonst- und Draußen-Festivals am Freitag, 31. Mai, ab 17.30 Uhr, und Samstag, 1. Juni, ab 13.30 Uhr, kommt der 39-jährige Braunschweiger zurück in die Hansestadt. Bei der Vorstellung des Programms am Freitag im kleinen Saal des Kulturspielhauses Scala an der Wilhelmstraße machte Simon Bleckmann, Vorsitzender des Vereins Eselrock, keinen Hehl daraus, wie stolz und glücklich man sei, Bosse als Headliner für das Festival gewonnen zu haben. Denn eines ist sicher: Allein wegen ihm werden Fans auch viele hundert Kilometer Anreise in Kauf nehmen.

„Wir haben in den ganzen Jahren immer wieder nachgefragt. Und jetzt hat Bosse zugesagt. Er hat richtig Bock auf Wesel. Damit haben wir natürlich die Messlatte sehr hoch gelegt“, sagt Bleckmann. „Das wird eine ganz große Geschichte.“

Publikumsmagnet neben Bosse dürfte auch die Kölner Rockband Kasalla („Stadt mit K“) sein, die 2017 bei ihrem Auftritt im Heubergpark bejubelt wurde. Eine ganze Reihe von niederländischen Fans wird wohl Heideroosjes über die Grenze locken. Denn die „holländischen Toten Hosen“ haben in ihrer Heimat Kultstatus. Und auch Tim Vantol, den Bleckmann als „den nettesten Holländer seit Rudi Carrell“ bezeichnet, wird sicherlich die Zuhörer begeistern.

Damit das Festival problemlos ablaufen kann, bitten die Veranstalter darum, weder Getränke noch Lebensmittel mitzubringen. Das gebe es alles zu fairen Preisen auf dem Festivalgelände, sagt Bleckmann. „Das muss ja auch alles irgendwie finanziert werden.“ Auch dürfen Taschen und Rucksäcke nicht größer als DIN-A 4-Format sein. An den Eingängen im Park – hier wird die Zahl der Festivalbesucher mit Hilfe von Lasertechnik genauestens festgestellt – gibt es Ausweiskontrollen. Besucher unter 16 bekommen andersfarbige Bändchen als solche über 16. Dass letztlich alle Kosten gedeckt werden können, dafür werden nicht nur zahlreiche Sponsoren sorgen, sondern auch die Erlöse aus dem Verkauf von Tombola-Losen und Esel-Rock-Fanartikeln wie Shirts und Aufnäher und vieles andere mehr.

Der Sänger Bosse. Foto: Busch, Franz-Heinrich sen. (bsen)

Stolz sind Bleckmann und Co. („Wir wollen die Jugendkultur in der Stadt fördern“) auch darauf, dass das Organisationsteam innerhalb von zwölf Jahren von vier auf nunmehr 16 angewachsen ist. Den Veranstaltern stehen 110 ehrenamtlich tätige Crewmitglieder zur Seite, die unter anderem für den Auf- und Abbau der beiden Bühnen zuständig sind. Hinzu kommen noch 100 Personen, die sich unter anderem um die Lichttechnik, den Sanitätsdienst und das Catering kümmern. Und noch eine Zahl: 150 Musiker und Crewmitglieder werden in den beiden Backstage-Bereichen erwartet.

Mehr von RP ONLINE