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Rees: Weihnachtsschwimmen kam gut an

Rees : Weihnachtsschwimmen kam gut an

Wen lockt es schon ausgerechnet zu Heiligabend ins kühle Nass? Gar nicht mal wenige Menschen, wie sich jetzt im Stadtbad gezeigt hat. Gerade Familien mit kleinen Kindern kam die ungewöhnliche Feiertagsidee für ihre Planungen gelegen.

Ben und Ron Krämer, sieben und neun Jahre alt, waren schon ein bisschen aufgeregt. Schließlich war Heiligabend, aber bis zur Bescherung dauerte es noch ein paar Stunden. "Da ist es toll, dass wir mit Papa im Schwimmbad spielen können, dann vergeht die Zeit schneller", waren sich die Brüder einig.

In den Vorjahren hatte das Stadtbad immer geschlossen, doch diesmal war es an Heiligabend und am zweiten Weihnachtstag für einige Stunden geöffnet. Im Foyer und im Schwimmbad standen geschmückte Weihnachtsbäume. "Ein bisschen weihnachtliche Atmosphäre gehört dazu", meinte Schwimmmeister Werner Helmes, der an Heiligabend die Schwimmfreunde beaufsichtigte.

Einige Stammgäste, aber auch Familien, vor allem Väter und ihre Kinder, nutzten das Angebot. Am 24. Dezember kamen knapp 50 Gäste, gleich zu Beginn standen die ersten 20 vor der Türe. Am zweiten Weihnachtstag waren 43 Personen da.

Beyaz Diken hatte den Kassendienst zu Weihnachten gerne übernommen. "Wir als Kurden feiern Weihnachten nicht, wir hatten vor einigen Tagen unser Zuckerfest", erklärte er. Kein Grund zum Mitleid: "Da gibt es auch Geschenke." Da nun die Kollegen alle feiern wollten, war die Arbeitsverteilung ohne böses Blut oder lange Diskussionen schnell arrangiert.

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Papa Olaf Krämer spielte mit seinen Jungs Wasserball. "Ich habe sonst wenig Zeit für die Kinder und freue mich, dass wir jetzt mal in Ruhe etwas gemeinsam machen können", sagte er. Und da das Wetter für Spaziergänge nicht so schön war, war das Hallenbad eine gute Alternative. Gleichzeitig waren die "Männer" zu Hause aus dem Weg, während es um die letzten feiertäglichen Vorbereitungen ging. Mutter Anja machte nämlich noch Einkäufe und sorgte für alles, was ansonsten noch zu tun war, bevor das gemeinsame Feiern richtig losgehen konnte. Um 17 Uhr wollte die Familie dann zur Kinderchristmette in die Millinger St. Quininus-Kirche gehen, danach war Bescherung.

Auch Vater Jörg Lach nutzte mit seinen beiden Kindern das Schwimmangebot. Er ist im Einzelhandel tätig und konnte jetzt nach dem Stress der letzten Tage entspannen. Nico (13) und Laura (11), die am Nachmittag beide mit dem Halderner Jugendchor in der Kirche auftraten, freuten sich über die Zeit mit ihrem Vater. "So ist die Wartezeit bis zur Bescherung viel schöner", meinte Laura. Sie wünschte sich übrigens ein Handy zu Weihnachten. Und Mama Karina, die früh am Morgen noch die Rheinische Post in Haldern ausgetragen hatte, konnte sich zu Hause noch ein bisschen ausruhen, bevor der Trubel zu Heiligabend so richtig losging.

Die siebenjährige Nina-Luca Ferres planschte mit Papa Harald im Wasser herum. "Wir wohnen nicht weit von hier und gehen oft schwimmen. Schön, dass das Stadtbad heute geöffnet hat", sagte Harald Ferres. "Am zweiten Weihnachtstag werden wir das auch nutzen und mit der ganzen Familie schwimmen gehen."

(moha)