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Emmerich: Wasser: Isselburg gegen Konzessionsabgabe

Emmerich : Wasser: Isselburg gegen Konzessionsabgabe

ISSELBURG/REES Bei der heutigen Sitzung der Wasserwerke Wittenhorst werden die Vertreter aus Isselburg gegen die geplante Einführung einer Konzessionsabgabe stimmen. Den entsprechenden Auftrag dazu erhielten sie gestern Abend vom Rat der Stadt, der sich geschlossen gegen diese neue Einnahmemöglichkeit aussprach.

Stadt will eigenen Wasserpreis

Sollten die Vertreter Isselburgs bei der Verbandsversammlung überstimmt werden, wird die Stadt auch keinen Konzessionsvertrag unterzeichnen und stattdessen auf einem differenzierten Wasserpreis beharren, das heißt, auf einen Preis, der nur für die Stadt Isselburg gelten soll.

Wie mehrfach berichtet, wollen die Wasserwerke Wittenhorst die Konzessionsabgabe einführen, die den Eigentümerkommunen des Wasserversorgungsverbandes Wesel, Hamminkeln, Rees und Isselburg insgesamt etwa 500 000 Euro mehr Geld pro Jahr in die Kassen spülen würde. Für Isselburg hieße das, dass sich der Wasserpreis von derzeit 1,23 Euro pro Kubikmeter auf 1,51 Euro erhöhen würde. Eine Erhöhung, die mit der Isselburger Politik nicht zu machen ist.

"Die Bürgerschaft darf nicht geschröpft werden. Eine solche Abgabe ist nichts anderes als eine Sondersteuer, es gibt keine sachlichen Gründen dafür", sagte SPD-Fraktionschef Theo Beine dazu. Auch Uwe Übelacker (Grüne) stieß in das gleiche Horn: "Gerade der Bereich Wasser und Abwasser wird sich bei uns in den nächsten Jahren noch deutlich verteuern, da ist es mir herzlich egal, was andere Kommunen wollen", sagte er in Anspielung auf die Beschlüsse, die bereits aus Hamminkeln und Rees vorliegen.

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Für "unzumutbar" hielt auch CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Gerhard Krause das Vorhaben: "Das würde eine durchschnittliche Wasserrechnung im Jahr um 50 Euro teurer machen", rechnete er vor. Ablehnung gab es auch aus den Reihen der FDP.

Heute Abend wird die Verbandsversammlung im Bürgerhaus Rees zu dem Thema tagen. "Wir müssen den Vertretern aus Rees und Hamminkeln klar machen, dass wir da nicht mitziehen", kündigte Felix Kleideiter (SPD) gestern schon einmal an.

(RP)