1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Wann die Straße in Rees vom Deich bis zur ehemaligen B8 saniert wird

Verkehrsprobleme ab September in Rees erwartet : Die Rauhe Straße wird zum Nadelöhr

Der Kreis saniert die Straße zwischen dem Deich und der Kreuzung. Im September soll es losgehen, dann müssen sich die Autofahrer auf Probleme einstellen. Gut möglich ist, dass die Strecke komplett gesperrt wird.

Das Schild verursacht bei manchem Autofahrer bereits Schnappatmung. „Hier baut demnächst der Kreis Kleve“ steht groß auf einem Schild an der Rauhen Straße (K7). Normalerweise eine recht positive Nachricht, schließlich wird dann etwas an der Straße getan, die Fahrbahn aufbereitet, Schlaglöcher beseitigt. An der Rauhen Straße sorgt allerdings die Position des Schildes für Sorgenfalten bei manchem Autofahrer. Es steht nämlich kurz hinter der scharfen Kurve, in der die Autos von Deich herunter kommen und dann Richtung Rees fahren. Die Strecke ist die übliche Route für alle Autofahrer aus Haffen, Mehr oder Bislich nach Rees. Die Konsequenz: Ist dieser Weg dicht, bedeutet das einen kilometerweiten Umweg über die frühere Bundesstraße 8 (heute L 9) an Haldern vorbei.

Welche Umleitung es genau geben wird, ist derzeit noch offen. Fest steht: Es wird zu Problemen für die Autofahrer kommen. Denn auf Nachfrage teilt der Kreis Kleve mit, dass die Rauhe Straße im Herbst saniert werden soll. Der Start soll nicht vor September sein, so Kreissprecherin Ruth Keuken. Momentan würden die Abstimmungsgespräche laufen. Von denen hänge ab, wann es genau losgeht und wie die Details während der Bauarbeiten aussehen werden.

 Am Radweg soll nicht gearbeitet werden, er soll so bleiben wie er ist.
Am Radweg soll nicht gearbeitet werden, er soll so bleiben wie er ist. Foto: Latzel
  • Die Itter mündet am Benrather Schlossufer
    Hochwasser in Düsseldorf : Deich der Itter in Benrath wird saniert
  • Wie ein Krater wirkt die Stelle
    Hochwasser-Schaden in Leverkusen : Deich-Anwohner fürchten die nächste Flut
  • Vier Schwerverletzte : Auto gerät auf Bundesstraße bei Lippe in Gegenverkehr

Klar ist, dass es eine „grundhafte Fahrbahnsanierung“ geben wird. Dabei handelt es sich um eine Komplettsanierung der Fahrbahn, die sehr aufwändig ist. Daher könnte es durchaus auch zu einer Vollsperrung kommen.

Gearbeitet wird auf einer Strecke von 1,6 Kilometern zwischen der Kreuzung von früherer Bundesstraße und der Auffahrt zum Deich. Geplant sei, dass die Arbeiten in mehreren Abschnitten ablaufen sollen, so Ruth Keuken. Wie viele Abschnitte es sein werden, sei ebenso noch offen wie die Frage, welche genauen Auswirkungen das dann auf den Verkehr hat.

Auch viele Schüler und ihre Eltern wird interessieren, was dort genau passiert. Denn auch der Bus zum Schulzentrum nutzt die Strecke. Muss er den Umweg über Haldern nehmen, müssten Schüler in Haffen und Mehr morgens sicher noch früher als bisher an der Haltestelle stehen.

Der Radweg in dem Bereich wird nicht saniert. Auch endet die Maßnahme unten vor dem Deich. Die Trasse muss in dem Bereich nämlich noch komplett erneuert werden. Im Zuge dieses Projekts soll dann auch die gefährliche Stelle entschärft werden. Denn genau an der Stelle, an der es vom Deich in einer scharfen Kurve nach unten geht, kreuzt der vielbefahrene Radweg von Haffen nach Rees. Hier gab es wiederholt Forderungen, etwas für die Sicherheit der Radler zu unternehmen. Jetzt soll die Stelle im Zuge des Deichbaus angegangen werden. Aber das wird noch dauern.

Dass die Strecke so viel genutzt wird, war für den Kreis auch mit ein Anlass, die Schilder für den Straßenausbau bereits so früh aufzustellen. „Wir haben die Schilder aufgestellt, als der Auftrag für die Sanierung vergeben war“, erläutert die Kreissprecherin. Da die Abstimmungsgespräche sehr aufwändig seien, weil viel geklärt werden müsse, eben beispielsweise die Umleitungsstrecke, dauere es diesmal etwas bis nach dem Aufstellen der Schilder tatsächlich mit dem Bau begonnen wird.

Wie lange dann ab September gearbeitet wird und es dann Beeinträchtigungen für die Autofahrer gibt, sei momentan noch offen.