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Emmerich: Vorstand diskutiert über die Zukunft der kfd Elten

Emmerich : Vorstand diskutiert über die Zukunft der kfd Elten

Die Katholische Frauengemeinschaft möchte sich neu aufstellen und junge Frauen zukünftig stärker unterstützen.

Noch ist die Situation nicht bedenklich, aber die Frauen vom Vorstandsteam der kfd St. Martinus/St. Vitus verschließen nicht die Augen vor der Situation und machen sich jetzt bereits Gedanken um die Frage: "Wie geht es in Zukunft weiter mit der kfd?" In einigen umliegenden Frauengemeinschaften gab es bereits Fusionen. Noch ist die kfd Elten gut aufgestellt, etwa 230 Frauen gehören ihr an. "Davon sind viele über 80 Jahre alt. Wir haben einen Altersdurchschnitt von 70 bis 75 Jahre", erklärte Sylvia Heering, die gemeinsam mit Doris Haake als Teamsprecherin die kfd leitet. "In drei Jahren möchte sich das jetzige Vorstandsteam verabschieden, wer übernimmt dann die Aufgaben?"

Sie sei mit 58 Jahren die Jüngste im Vorstand, die anderen - Hildegard Versteegen, Margot Jansen, Ria Evers, Ingeborg Arntzen, Eva Wittenhorst und Doris Haake - sind zwischen Mitte 60 und Ende 70. Wie kann man jüngere Frauen motivieren, in die kfd zu kommen und Aufgaben zu übernehmen? Um diese Fragen ging es bei einer Informationsveranstaltung am Dienstagabend in Pfarrheim, die Claudia Tolle, Referentin vom Diözesanverband Münster, mit den rund 15 anwesenden Frauen erörterte.

Leider stelle man allgemein fest, dass die Vereinsarbeit in der Kirche nachlässt, sagte Regina Museler, die geistliche Begleitung in der Frauengemeinschaft Elten. Die kfd sei ein aussterbender Verein, meinte ein Mitglied. Vor zehn Jahren gab es noch 350 Mitglieder, das Durchschnittsalter lag bei rund 60 Jahren. Bis zu den 1990er Jahren hatte die kfd ihre Blütezeit. "Heute gehen die jungen Mütter arbeiten, müssen Beruf und Familie unter einen Hut bringen und gehen dann lieber abends zum Sport oder Yoga statt zur kfd", so die Frau. Man müsse das Besondere der kfd hervorholen und jungen Frauen Unterstützung anbieten, dann könne man punkten, sagte Claudia Tolle.

Frauen, die in der kfd sind, erleben diese als sehr positiv. "Die kfd macht stark, sie ist von Frauen für Frauen, setzt sich für Frauen ein, schafft Verbündete, ist die stärkste katholische Frauenbewegung und hat somit Gewicht in Gesellschaft und Kirche, die kfd macht schlau durch Weiterbildung und Referentenabende und vor allem: Sie macht das Leben bunt und sie macht Spaß."

Gerade die Frauengemeinschaft in Elten biete ein abwechslungsreiches Programm mit Halbtagsfahrten, Theatergruppe, Frauenmessen, Mai- und Rosenkranzandachten, Grillabenden, Adventsfeier und Frühschoppen-Karneval.

(moha)