Emmerich: Vier Brücken für die Betuwe

Emmerich : Vier Brücken für die Betuwe

Die Details für den Ausbau der Betuwe-Linie auf der Höhe von Praest und Vrasselt liegen vor. Vier Überführungen werden neu gebaut, sieben Bahnübergänge fallen weg. Die RP stellt die Planungen ausführlich vor.

Der 4,5 Kilometer lange Streckenabschnitt "Emmerich-Praest" beginnt 250 Meter vor dem Bahnübergang "Kerstenstraße". Er verläuft anfangs parallel zur Bundesstraße B 8 nördlich und endet hinter Vrasselt. Bis auf Höhe des Neubaugebiets "Praestsches Feld" ist das neue, dritte Gleis südlich der vorhandenen Gleise geplant, dahinter wird es auf der anderen Seite verlegt. Die Strecke trägt den formalen Titel "Planfeststellungsabschnitt 3.3".

Alle sieben Bahnübergänge sollen beseitigt und überwiegend durch neue Brücken ersetzt werden, die den Auto-, Fußgänger- und Radverkehr entweder über oder unter den Gleisen hindurch führen.

Kerstenstraße — Baumannstraße

Als Ersatz für den Bahnübergang "Kerstenstraße" soll eine Straßenüberführung angelegt werden; der Verkehr läuft also über die Gleise hinweg.

Sulenstraße

Der Bahnübergang Sulenstraße verschwindet, und Fußgänger und Radfahrer können eine sechs Meter lange Passage unter den Gleisen hindurch nutzen. Durch barrierefreie Rampen soll es Rad- oder Rollstuhlfahrer beziehungsweise Eltern mit Kinderwagen leicht gemacht werden.

Praestsches Feld

Als Ersatz für die Bahnübergänge "Raiffeisenstraße" und "Von-der-Recke Straße" wird dazwischen eine einzige Eisenbahnüberführung geschaffen. Auf der Länge von 13,75 Metern ist Platz für die zweispurige Straße sowie einen Geh- und Radweg.

Broichstraße

Anstelle des Bahnübergangs Broichstraße wird ein Bauwerk mit ähnlichen Abmessungen wie beim Praestsches Feld errichtet: Die Straße und der Geh- und Radweg sollen unter den Gleisen verlaufen.

Grüne Straße und Schwarzer Weg

Den Wegfall des Bahnübergangs "Grüne Straße" soll es ausgleichen, dass der Seitenweg Auweg zur Hueskampstraße ausgebaut wird. Der Bahnübergang "Schwarzer Weg" wird ersatzlos aufgehoben.

Insgesamt werden also sieben Bahnübergänge abgeschafft, vier neue Querungsmöglichkeiten werden dafür aufgebaut. Die Bahn nennt das einen Vorteil: "Durch die neuen Brückenbauwerke kann die Bahnstrecke zukünftig jederzeit gequert werden. Wartezeiten an geschlossenen Bahnübergängen gehören der Vergangenheit an."

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(RP)