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Rees: Viel Lokalkolorit bei der Sitzung im Lindendorf

Rees : Viel Lokalkolorit bei der Sitzung im Lindendorf

Der Karneval in Haldern lebt von der Vielfältigkeit. Bei Tepferdt zeigte das Dorf, dass es viele gute Büttenredner zu bieten hat.

Den runden Geburtstag feierten die Halderner zünftig. Bei der 60. Karnevalssitzung der freiwilligen Feuerwehr im Saal Tepferdt war wieder einmal die Vielfältigkeit Trumpf. Schon vor dem offiziellen Beginn ging Sitzungspräsident Bernd Börgers durch die Reihen und konterkarierte die Normalität. "Die Stimmung ist kurz vor dem Siedepunkt", analysierte er und eröffnete die Session mit dem Motto "60 Jahre und kein bisschen leise".

Der neue Hoppeditz ist Funkenmariechen Anna Stappert. Mit einem Zaubertrank aus dem Hut machte sie den Beginn der Session.

Der neue Prinz Wilhelm "von Zaag & Axt" durchleuchtete das harte Prinzenleben. "Durchzechte Nächte und viele Kopfschmerzen", gab er offen zu. Mitgereisten Arbeitskollegen aus den Niederlanden versprach er in deren Landessprache: "Hier ist um 12 Uhr noch nicht Schluss." Helmut Burgschat schlüpfte dieses Jahr in die Rolle des "Doktor Mieke", dem Arzt, dem die Halderner vertrauen. Er schwadronierte über die Leiden der Lindendörfler. Einer seiner Patienten könne zum Beispiel Pommes nur aus der Tüte essen. "Als Schalker wird er nie eine Schale halten können", sagte Burgschat vielsagend.

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Neu in der Bütt berichtete Michael Jansen im Kanal "Antenne Lindendorf" auf Platt über lokale Ereignisse. Einen Seitenhieb gab es nach Rees. Als "Menschen mit Migrationshintergrund" bezeichnete der Lokalpatriot die verirrten Rheinstädter in Haldern.

Bereits voll integriert ist Maria Bucksteeg, die zum zweiten Mal als Jan-Willem über die Angewohnheiten im Eheleben schwadronierte. "Ich bin verheiratet, um Schuld zu sein", war eine der Pointen.

Neu erfunden haben sich Ulrich Uebbing und Klaus Stamm. Sonst bekannt als "Hein und Klärchen" schlüpfte das Duo diesmal in die Rollen beim "Masseur Stückemann". Mit "oberkörperfrei" und Schikane als Kassenpatient kam der Saal voll auf seine Kosten. Die "Disharmoniker" resümierten das Dorfgeschehen wie die Ampel im Ort und den Leerstand der Ladenlokale. Bei den Musikeinlagen stand der Beruf des Prinzen als Holzfäller im Vordergrund. So tanzten die Freunde von Wilhelm von Zaag & Axt in Rammsteinmanier als "Andrea's Randfichten" mit Lederhosen und als Tannenbäume verkleidet zum Lied "Lebt der alte Holzmichel noch."

Die Tanzgruppen "Waldfeen" und "Willis Häschen" brachten mit entsprechender Bekleidung und Liedern wie "Chase the sun" und "Gustavo Lima" rhythmischen Wind in die Session. Den Abschluss machte das Männerballett der Feuerwehr. Als Wikinger verkleidet zeigte es sein akrobatisches Können.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Karnevalssitzungen in Emmerich

(RP)