Viel Lob für den neuen Lichtermarkt auf dem Rathausvorplatz Emmerich

Gelungene Premiere : Lichtermarkt: Das neue Fest kommt bestens an

Händler und Besucher lobten den gelungenen Mix auf dem Rathausvorplatz aus Kunsthandwerk, Musik und Lichtinstallationen.

Christiane Berndsen hatte für die Besucher des Lichtermarktes einen Tipp: „Man sollte auf jeden Fall so lange bleiben, bis es dunkel wird. Der beleuchtete Baum, das angestrahlte Rathaus und die Lichterketten – das sieht einfach wunderschön aus.“ Die Emmericherin verkaufte weihnachtliche Floristik, Adventskränze und Gestecke.

Die Premiere des Lichtermarktes am Wochenende war ein voller Erfolg. Bereits kurz nachdem am Samstagnachmittag der Markt begann, kamen viele Besucher. Und bis zur Dämmerung wurden es noch mehr. Das Rathaus und der Vorplatz waren beleuchtet, 15 Kunsthandwerker boten ihre Produkte an und dazu gab es ein attraktives Bühnenprogramm. „Ein tolles Angebot“, lobten Ans und Dieter de Vries aus Vrasselt, als sie dem Chor der Kulturbrücke Sing out „Da Capo“ zuhörten und einen warmen Kakao genossen. Unter anderem gab der Chor „Das Licht der Liebe“, „Kumbaya“, „Oh happy Day“ und eine irische Volksweise zum Besten. Danach feierte „Granufunk“ mit den Besuchern eine Party. „Wir haben ein gemischtes Bühnenprogramm, da ist für alle Altersgruppen etwas dabei“, sagte Sara Kreipe von der Wirtschaftsförderung.

Am Vorabend waren die Holzhütten aufgebaut, dazu mehrere Spots und rund 250 Lichterketten installiert worden. Marco Kapellle und sein Team von Elektro Stelzig, Mitarbeiter von KBE und Wirtschaftsförderung arbeiteten Hand in Hand. Im Mittelpunkt stand ein etwa fünf mal fünf Meter großer Lichterbaum mit Tausenden Lämpchen und funkelnden Glitzerelementen. Wie viele es waren? Das konnten die Besucher in einem Gewinnspiel schätzen. „Es sind 27.443“, meinte Heribert Feyen, Chorleiter von „Da Capo“.

Nicht nur die Besucher freuten sich über die Atmosphäre. „Es ist super, eine schöne Vielfalt an Kunsthandwerkern, dazu Musik und Stelzenläufer, einfach toll“, sagte Bettina Hentrey aus Materborn, die handgefertigten Schmuck anbot. Auch drei Emmericher Einzelhändler präsentierten ihre Waren. Martina Fingerhut hatte Sitzbälle, Wärmeflaschen, Plaids, Decken, Kissen und Bettwäsche dabei. Mitarbeiter des Schuhgeschäftes Thesing verkauften Handschuhe, Mützen, Taschen und Geldbörsen, Miriam Tiemer vom „Tafelhaus“ bot aus ihrem Sortiment Lichthäuser, Duftschalen, Windlichter und andere schöne Dekorationen an. Es gab Kinderkleidung, Schönes aus Glas, Keramik und Holz. Rolf Vennemann hatte aus Treibholz Lampen und weihnachtliche Dekorationen hergestellt – jedes Teil ein Unikat. „Ich sammel das Treibholz am Rhein, lasse es zwei Jahre trocknen und fertige dann etwas daraus“, so der Emmericher, der seine Kunst-Produkte auf dem Lichtermarkt zum ersten Mal verkaufte.

Das Wetter war etwas kalt, aber trocken, und so waren Glühwein und Kakao besonders gefragt. Aber auch die warme Brause, die aus Brausepulver von Katjes hergestellt wurde. Andere genossen Kaffeevariationen von van Gülpen. Dazu schmeckten Poffertjes, Spekulatius und frisch gebackene Waffeln. Am Stand der Awo stand eine lange Schlange. Die Reibekuchen-Bäcker Heinz Pruhmbohm und Erwin Verhoeven kamen mit dem Backen kaum nach.

Der Nachwuchs konnte sich auf einem kleinen Karussell vergnügen. Besonders beliebt war das Bastelangebot im Zelt. Nadine te Baay und Julia Venhoven, Leiterinnen der Kinderfeuerwehr Emmerich, halfen den Kinder, Windlichter aus Marmeladengläser zu fertigen. Mit bunten Transparentpapierstreifen, Farben und Glitzersternen wurden sie verziert. „Das wird sehr gut angenommen“, freuten sich die Beiden. Am Sonntag boten die Pfadfinder ein kreatives Angebot für den Nachwuchs. Außerdem durften die Kinder Stockbrot am Lagerfeuer backen.

(Monika Hartjes)