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Videokameras sollen Vandalismus am Schulzentrum Rees verhindern

Nach Vandalismus : Videoüberwachung fürs Schulzentrum

Weil die Fälle von Vandalismus am Schulzentrum zugenommen haben, sollen im kommenden Jahr Videokameras installiert werden, die außerhalb der regulären Unterrichtszeiten das Schulhofgelände überwachen.

Zerstörte Spielgeräte, Schmierereien, umgeworfene Pflanzkästen, herumliegende Flaschen und Getränkebecher – Vandalismus und Verschmutzungen am Reeser Schulzentrum haben mittlerweile ein Ausmaß erreicht, bei dem man wohl kein Auge mehr zudrücken kann. „Erschütternd“ fand es jedenfalls Johannes Beenen von der SPD, was sich auf dem Schulhof am Westring an jenem Februar-Wochenende abspielte, als nicht nur der Sturm „Sabine“ am Niederrhein wütete. In der jüngsten Ratssitzung beklagte der ehemalige Lehrer unter anderem aus den Verankerungen gerissene Beton-Tischtennisplatten, die dann umgekippt und dadurch zerstört wurden.

Über „ein unglaubliches Ausmaß an Zerstörungswut“, ärgerte sich Beenen, der den Schaden mit einer Kamera dokumentierte und an die Stadtverwaltung die Frage richtete, ob ihr dieser Vorfall bekannt sei. Bürgermeister Christoph Gerwers war bereits informiert und auch er sieht darin längst keine Dumme-Jungen-Streiche mehr. Die Stadt Rees hat bei der Polizei Anzeige erstattet. Und sie zieht Konsequenzen, weil es in der Vergangenheit schon mehrere ähnliche Fälle gegeben hat: „Im kommenden Jahr werden Videokameras installiert, um das Schulgelände zu überwachen“, teilte Gerwers dem Rat mit.

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Statistisch betrachtet ist zwar die Kriminalität in Rees zurückgegangen, für den Vandalismus am Schulzentrum trifft dies offenbar aber nicht zu. Die Schulleiter von Gymnasium, Realschule und Rheinschule haben deshalb mit der Stadtverwaltung Gespräche darüber geführt, was man dagegen tun könne und sich auf eine Videoüberwachung geeinigt.

„Es ist traurig, dass wir zu solchen Maßnahmen greifen müssen, aber einen Zaun um unsere Schulen wollen wir auf gar keinen Fall ziehen“, sagt Klaus Hegel. Der Schulleiter des Gymnasiums Aspel betont, dass die Kameras nur außerhalb der regulären Unterrichtszeiten eingeschaltet werden sollen. „Denn das ist der Zeitraum, in dem sich diese Fälle ereignen.“ Auch sei klar geregelt, dass nur eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitern auf die Bilder zugreifen wird und auch nur dann, wenn sich tatsächlich auch Vandalismus-Fälle ereignet haben.

 Über die haben sich die Schulleiter vor allem dann immer besonders geärgert, wenn dadurch auch die Arbeit von Schülern zunichte gemacht wurde. Wie etwa die der Garten-AG, von der Hochbeete und Pflanzkästen umgekippt und Pflanzerde in einen Treppenaufgang geschüttet wurde, wie Klaus Hegel berichtet. Bei dem jüngsten Fall mit den Beton-Tischtennisplatten geht er von einer größeren Gruppe von Tätern aus. Anders seien die Platten auch gar nicht aus der Verankerung im Boden zu reißen gewesen. „Unser Hausmeister hat dort etwa 30 Getränkebecher gefunden“, sagt Hegel, der weiß, dass sich an den Sitzgelegenheiten auf dem Schulhof immer wieder Jugendliche außerhalb der Schulzeiten treffen. Er hofft nun auf ein „Abschreckungspotenzial“ durch die Videokameras, um die „gravierenden Schäden“ am Schulzentrum in Zukunft vermeiden.