Rees: Trimm-Dich-Pfad mal ganz anders

Rees : Trimm-Dich-Pfad mal ganz anders

Schönes Projekt im Marien-Heim in Haldern. Kindergartenkinder und Senioren gemeinsam.

Mit Begeisterung schwenkt Agnes Lensing den Reifen hin und her. "Das ist bereits mein zweiter Durchlauf", lacht die fitte Seniorin. "Ich habe von Kind an immer geturnt, am liebsten an den Ringen", erzählt die 87-jährige Bewohnerin des St. Marien-Altenheimes. "Und der Parcours macht viel Spaß."

Am Donnerstag stellten die Schüler des Kurses R51 des Bildungsseminars Rhede ihren Trimm-Dich-Pfad vor. Dieser wurde im Innenhof der Senioreneinrichtung aufgebaut. Im Rahmen des Wettbewerbes "Altenpflege-Preis 2018", der von der Fachzeitschrift "Altenpflege" alljährlich ausgeschrieben wird, überlegten sich die Schüler dieses Bewegungsangebot, denn in diesem Jahr steht der Wettbewerb unter dem Motto "Mobilität fördern - Selbstständigkeit erhalten". "Unsere Dozentin Beate Anhuf-Mölders ist hier Leiterin des sozialen Dienstes. Sie hatte die ersten Ideen für den Trimm-Dich-Parcours", erzählte Charlotte Bierkant. In Arbeitsgruppen haben die 20 Schüler dann ein Konzept erstellt, Übungen ausgedacht und ausprobiert und einen Flyer gestaltet.

Sechs Stationen hat der Parcours, in denen verschiedene Übungen ausgeführt werden. Die siebte - da steht eine Bank - ist die Entspannungs- und Verschnauf-Station. "Alle Übungen sind so konzipiert, dass sie von jedem, egal ob noch gut zu Fuß, mit Rollator oder im Rollstuhl, durchgeführt werden können", erklärte Thilo Schaarmann.

Auch für Kindergartenkinder sind die Bewegungen gut geeignet, darüber freuen sich die Waldzwerge-Kinder, die dort untergebracht sind. Man kann die eine oder andere Übung zwar alleine durchführen, aber am besten geht es mit einer Begleitung. So bewegen sich Senioren und Kinder gemeinsam oder die Senioren "turnen" zusammen mit ihren Angehörigen oder dem Pflegepersonal. Das erhöht den Spaß und die Motivation.

An Station 1 wird eine Ballübung durchgeführt, der Ball wird zurückgeworfen oder auch mit dem Fuß zurück geschossen. In der zweiten Übung schwenken die "Turner" den Hula-Hoop-Reifen, in der dritten legen sie Hanteln auf den Boden und heben diese wieder auf. "So manche Übung hilft im Alltag, diese soll dazu führen, dass die Senioren ihre Socken wieder selbstständig anziehen können", erklärte Daniela Medding. Weiter geht es mit Dosenwerfen und mit dem Marathon: Die Strecke um den Brunnen beträgt 90 Meter. Wer sieben Runden schafft, der ist fit genug, um auch den Weg zur 600 Meter entfernten Eisdiele zu bewältigen. An der sechsten Station werden die Füße bewegt: "Hacke, Spitze, hoch das Bein!"

(moha)