Tambourcorps Bienen feierte 60. Geburtstag

Jubiläum : Tambourcorps feiert 60. Geburtstag

Am Wochenende gab es auf dem Vorplatz des Bienener Bürgerhauses viel Musik und viel zu feiern. Auch der letzte noch lebende Mitbegründer des Tambourcorps war natürlich dabei und berichtete von den Anfängen.

(aflo) Es war ein farbenprächtiges Bild, als die diversen Vereine und Spielmannszüge auf dem Vorplatz des Bienener Bürgerhauses an der Grietherbuscher Straße bei strahlendem Sonnenschein und bilderbuchgleichem blauen Himmel eintrafen. Die diversen Tambourcorps aus Praest, Dornick, Vrasselt, Mehr, Haldern (plus Blasorchester), Rees, Helderloh und Millingen, die von der kompletten 24-köpfigen Truppe des Tambourcorps Bienen begrüßt wurden, übermittelten ihre persönliche Gratulation anlässlich des besonderen Jubiläums.

„Die Nervosität ist sehr groß“, hatte das Vorsitzenden-Duo Lorena Flür und Johannes Wickermann gesagt, das gemeinsam mit den Mitgliedern voller Vorfreude auf dem Platz schon „mit den Füßen gescharrt“ hatte.

Erleichterung machte sich dann breit, als alle Musikgruppen angekommen waren, um bei launiger Stimmung, einem guten Gläschen oder leckerem Kaffee und Kuchen im Bürgerhaus die Feierlichkeiten angemessen einzuleiten. „Man kennt sich seit Jahrzehnten und hilft sich gegenseitig aus“, beschrieb der Tambourmajor des Tambourcorps Rees, Michael Roos, das Zusammengehörigkeitsgefühl, das darüber zum Ausdruck kam. „Das ist heute nicht mehr selbstverständlich, und wir sind stolz, dass es alle sechs Tambourcorps in Rees und den Ortsteilen gibt.“

Unter den Anwesenden befand sich auch der stellvertretende Bürgermeister Harry Schulz, der die Verdienste des Vereins angemessen würdigte. „Für 60 Jahre haben sie Respekt verdient“, unterstrich auch er die Bedeutung der Musikzüge für Rees insgesamt. „Gerade bei uns in Rees ist das eine große Gemeinschaft und sowas würdig zu begehen, ist unser aller Aufgabe.“ Etwas ganz Außergewöhnliches war die Feierstunde natürlich für den letzten noch lebenden Mitbegründer des Tambourcorps, Willi Brüggemann. „Was mir das bedeutet, kann ich mit Worten nicht beschreiben. Dass ich das überhaupt erleben darf, das ist ein Highlight“, sagte der 87-Jährige, der sich noch genau an die Anfänge vor 60 Jahren erinnerte. „Auf dem Schützenfest an der Theke in Millingen ist die Idee entstanden und wir mussten einige Widerstände überwinden. Es dauerte dann drei Jahre, bis wir zwölf Mann, Uniformen und die Genehmigung zum Spielen hatten“, berichtete er stolz und schüttelte viele Hände.

Im Anschluss daran zogen die gesamten Musikgruppen zu Melodien wie „Preußens Gloria“ durch die Ortschaft, ehe mordernere DJ-Musik den Abend und damit einen fröhlichen zweiten Partyteil des Tages einläutete.

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