Emmerich : Kabel falsch angeschlossen: Stromausfall durch Trafohäuschen

Ein falsch zugeschaltetes Kabel war der Grund für den Stromausfall am Montag. Das erklärte am Dienstag Harald Koster. Er ist der Stromnetz-Verantwortliche bei den Emmericher Stadtwerken.

Der Stromausfall nahm seinen Anfang an einer neuen Trafostation an der Ecke Tempelstraße/Neumarkt. Die Station stand ursprünglich hinter den Häusern der Emmericher Baugenossenschaft in Richtung Neumarkt-Baustelle. Damit die Feuerwehr künftig eine Zufahrt in den rückwärtigen Teil der Häuser an der Tempelstraße hat, musste die  Trafostation versetzt werden. Sie stand schlichtweg im Weg, weil Neumarkt-Investor Josef Schoofs für seinen Bau Platz braucht. So müssen demnächst Spuntwände rund um das Areal gebaut werden, um die Tiefgarage herstellen zu können.

Am Montag versetzte ein Vertragsunternehmen der Stadtwerke die Station. Mitarbeiter der Stadtwerke waren vor Ort und schlossen die Station an.

Dabei kam es zu der Panne. „Ein Kabel wurde zugeschaltet, das so nicht hätte zugeschaltet werden dürfen“, so Koster. So kam es zu einem ersten Stromausfall um 16.15 Uhr. Nach etwa einer Viertelstunde war der Strom wieder da. Doch nicht allzu lange. „Nachdem das fehlerhafte Kabel gefunden worden war, musste der Strom noch einmal kontrolliert abgeschaltet werden, um den Fehler zu beheben“, erklärte Koster am Dienstag.

Das führte dazu, dass der Strom erst um 18.20 Uhr wieder da war. Betroffen von dem Ausfall waren die Steinstraße, der Geistmarkt und der Neumarkt.

Durch den Stromausfall waren Geschäfte betroffen, im Rathaus ging nichts mehr. Ebenso in anderen Büros in diesem Teil der Innenstadt. Probleme hatten viele Haushalte später mit der Telefon- und Internetverbindung. Die Feuerwehr war zudem im Dauereinsatz, weil jede Menge Brandmeldeanlagen falschen Alarm gaben.

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