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Emmerich: Streit in der Gemeinde erreicht neuen Höhepunkt

Emmerich : Streit in der Gemeinde erreicht neuen Höhepunkt

Rita Hübers initiiert Postkartenaktion an Bischof Genn, betont aber zugleich: "Es geht nicht gegen Pastor Weidisch." Der Steit zwischen Befürwortern und Kritikern von Pastor Karsten Weidisch in der Christophorus-Gemeinde hat einen neuen Höhepunkt erreicht.

Im aktuellen Fall geht es um Postkarten an Bischof Felix Genn. Initiatorin der Aktion ist Rita Hübers, die im Sommer ihre ehrenamtlichen Ämter in der Gemeinde abgegeben hat. Sie hat eine Postkarte entworfen, auf der vorne ein Weihnachtsmann mit Friedenstauben zu sehen ist. Auf der Rückseite steht: "Frieden und Versöhnung zur Weihnachtszeit? Friede den Menschen auf Erden? Wer spricht die Worte der Versöhnung in St. Christophorus Emmerich? Müssen wir auf den Weihnachtsmann hoffen oder können wir auch von anderer Stelle Hilfe erwarten? Lieber Bischof Genn, wir wünschen Ihnen ein friedliches Fest und hoffen auf Ihre Hilfe."

"50 bis 60 Leute haben diese Postkarten bei mir abgeholt und an den Bischof geschickt", so Hübers am Freitag. "Hier will niemand den Pastor wegscheuchen. Ich will nur erreichen, dass Münster hinguckt und in der Gemeinde etwas Versöhnliches unternimmt." Bereits im Sommer habe sie einen Brief an den Bischof geschrieben. Man habe Hilfe für die Zeit nach den Sommerferien zugesagt. Es sei aber nichts geschehen. "Gruppierungen in der Gemeinde und die Menschen untereinander sind sich nicht mehr grün. Es kann so nicht mehr weitergehen", sagt Rita Hübers.

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Karsten Weidisch sowie Andrea Schaffeld und Hermann Josef Tebaay vom Rat der Seelsorgeeinheit haben reagiert und E-Mails mit der Postkarte an alle wichtigen Personen der Pfarrgremien geschickt. "Wir wollen Euch auf diesem Wege über diese Aktion informieren, damit Ihr alle Bescheid wisst, was hier in unserer Seelsorgeeinheit zur Zeit mal wieder aus einer ganz bestimmten Richtung abgeht. Jeder kann und sollte diese Machenschaften von Frau Hübers (und Co?) nicht für sich behalten, sondern ruhig auch an Dritte weitergeben", heißt es in der E-Mail.

(RP/ac)