Stipendien-Programm wirkt Ärztemangel im Kreis Kleve entgegen

Förderung des St. Willibrord-Spitals Emmerich-Rees : Stipendien-Programm wirkt Ärztemangel entgegen

Der Kreis Kleve und das Emmericher Krankenhaus fördern angehende Mediziner mit monatlich 1200 Euro, wenn diese sich dazu verpflichten, zehn Jahre lang in der Region als Ärzte zu arbeiten.

Der Kreis Kleve erlebt bereits heute einen Ärztemangel, der sich, wenn weitere niedergelassene Ärzte ihre Praxen schließen, weiter verschärfen wird. Oftmals ist es für den Praxisinhaber schwierig, einen Nachfolger zu finden. Deshalb bringen der Kreis Kleve und das St. Willibrord-Spital Emmerich-Rees nun gemeinsam ein Stipendien-Programm für Medizinstudenten auf den Weg.

Für maximal 48 Monate können angehende Ärzte ein Stipendium in Höhe von monatlich 1200 Euro erhalten, wenn sie sich verpflichten, nach der Approbation ihre fünfjährige fachärztliche Weiterbildung im Emmericher Krankenhaus zu absolvieren und im Anschluss daran mindestens fünf Jahre lang im Kreisgebiet eine Tätigkeit als Arzt auszuüben. Ein Student kann somit bis zu 57.600 Euro erhalten. Die Kooperation ist für die Vergabe von maximal zwei Stipendien vorgesehen.

„Der Kreis Kleve verstärkt sein Engagement, junge Ärzte für die Region zu interessieren und langfristig an das Kreisgebiet zu binden. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir nun gemeinsam mit dem St. Willibrord-Spital ein weiteres Stipendien-Programm auf den Weg gebracht haben“, sagte Landrat Wolfgang Spreen bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. „Diese Vereinbarung bietet die Chance, dass die Nachwuchsmediziner nach zehn Jahren dem Kreis Kleve so verbunden sind, dass sie dauerhaft hier leben und arbeiten wollen“, ergänzte Johannes Hartmann, Geschäftsführer des Willibrord-Spitals Emmerich-Rees.

Ein Stipendium können Studierende erhalten, die an einer deutschen Universität oder in einem Mitgliedsland der Europäischen Union, dessen Approbation in Deutschland anerkannt wird, die Fachrichtung Medizin studieren und den präklinischen Abschnitt des Studiums nach der Approbationsordnung für Ärzte bestanden haben. Interessierte Medizinstudenten können sich bei der zentralen Personalabteilung über das Stipendium informieren unter Telefon 0281 104 1027.

(RP)
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