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Emmerich: Steinstraße: Kommt bald die Zwangssanierung?

Emmerich : Steinstraße: Kommt bald die Zwangssanierung?

Das ehemalige Haus von "Betten Daun" ist ein Beispiel dafür, wie an der Steinstraße privates Engagement für eine Verschönerung der Stadt sorgt. Die Mitglieder der CDU-Fraktion sahen sich das Beispiel jetzt an. 650 000 Euro haben zwei Niederländer mit einer Firma in der Nähe von Berlin alleine für die Bauarbeiten ausgegeben.

Im Erdgeschoss ist eine gewerbliche Fläche von 138 Quadratmeter Größe entstanden, oben drüber vier Wohnungen von 72 bis 103 Quadratmeter Fläche. Der Mietpreis liegt bei etwa sechs Euro pro Quadratmeter. "Die Wohnungen sind etwas für Leute, die besonders wohnen wollen", so Architekt Michael Faulseit. Bekanntlich ist das alte "Betten Daun"-Haus eines der ältesten der Stadt.

Direkt nebenan liegt "de wette Telder" von Annette Brüderle. Sie investiert seit Jahren nicht in das Haus, wollte sich auch an dem Projekt nebenan nicht beteiligen. Dem Vernehmen nach wollte sie 200 000 Euro für ihr altes Haus haben. Und noch ein Häuschen weiter tut sich nichts. Da hat die Volksbank bislang vergeblich versucht, ihre Immobilie zu vermarkten.

Wenn die Pläne der Stadt greifen, dann wird die Steinstraße und mit ihr das gesamte Quartier irgendwann Sanierungsgebiet. Es könnte noch auf die Straßen Hinter dem Engel und Gasthausstraße erweitert werden.

Falls der Rat das beschließt, hat die Stadt ein scharfes Schwert in der Hand. Sie kann dann Hauseigentümer, die ihre Immobilien verkommen lassen, dazu zwingen zu investieren. Nebenbei winken den Eigentümern aber auch Steuervorteile, wenn sie ihre Häuser in Ordnung bringen.

Wie so eine gelungene Investition aussieht, können sich Interessierte am Samstag von 10 bis 12 Uhr anschauen. Dann ist im ehemaligen "Betten Daun" Besichtigungsmöglichkeit.

(RP/rl)