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Stefan Lanzerath wird in Emmerich Bezirksschützenkönig

Brauchtum : Stefan Lanzerath ist Bezirksschützenkönig

Mit dem 80. Schuss sicherte sich der 36-jährige Maschinenbauingenieur von der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Grietherbusch-Grietherort den Titel. Gregor Ising von St. Johannes Praest wurde Bezirksschützenkönig auf Scheibe.

Am Samstagabend gegen 20.20 Uhr stand fest: Das nächste Bezirksschützenfest wird in Grietherbusch stattfinden. Mit dem 80. Schuss holte Stefan Lanzerath von der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Grietherbusch-Grietherort den Vogel von der Stange und sicherte sich so die Bezirkskönigswürde. Der 36-jährige Maschinenbauingenieur strahlte über das ganze Gesicht, ebenso Ehefrau Karo. „Das ist die totale Überraschung, ich bin unglaublich aufgeregt“, sagte die frisch gebackene Königin.

Am Morgen hatte es noch kräftig geregnet, aber pünktlich zum Eintreffen der Königspaare schien die Sonne. Mit einem Empfang im Saal Slütter begann das Bezirksschützenfest in Vrasselt. Hans Huethorst von St. Antonius, der mit seiner Treffsicherheit im letzten Jahr Bezirksschützenkönig wurde und so das Fest nach Vrasselt holte, genoss die Zeit gemeinsam mit Ehefrau Waltraud. „Es war ein wunderschönes Jahr“, sagte er. Jürgen Arts, Brudermeister der St. Antonius-Schützen, freute sich, dass alle 21 Bruderschaften des Bezirks Rees zugesagt hatten, sogar St. Quirinus, obwohl Millingen an diesem Wochenende sein eigenes Schützenfest feierte. Weit über 1000 Schützen und Gäste kamen nach Vrasselt.

 Pünktlich zum Sternmarsch spielte auch das Wetter wieder mit.
Pünktlich zum Sternmarsch spielte auch das Wetter wieder mit. Foto: hartjes
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Nach dem Empfang mit Sekt, Kaffee und Kuchen ging es im Sternmarsch zum Sportplatz des SV Vrasselt. An vier verschiedenen Standorten – Ecke Hauptstraße/Rheinstraße, Ecke Hubertusweg/Hauptstraße, Dornicker Straße/Dreikönige und am Dorfplatz – sammelten sich die Schützen, um dann nach einem genauen Zeitplan los zu marschieren. Den Zuschauern am Straßenrand bot sich ein prächtiges Bild mit schmucken Schützen und den Schützenfrauen in ihren schicken, bunten Kleidern. Auch Pfarrer Thaddeus Eze lief mit. Für den Pastor der St.-Christophorus-Gemeinde war es das erste Schützenfest in Emmerich. „Aber aus Ahaus, wo ich vorher war, kenne ich die Tradition der Schützenfeste“, sagte er.

Nach verschiedenen Ansprachen durch Brudermeister Jürgen Arts, den stellvertretenden Bürgermeister Herbert Ulrich und Bezirksbrudermeister Johannes Griebler hielt der Bezirkspräses Franz-Josef Pail einen Wortgottesdienst. Danach gab es das gemeinsame Spiel der verschiedenen Musikkapellen und ein gemeinsames Fahnenschwenken. Im Rahmen des Festes ehrte Griebler den Bezirksschießmeister Jörg Booms und Frank Schlüter, jahrzehntelanger stellvertretender Schatzmeister des Bezirksverbandes, mit dem Verdienstorden des Bezirksverbandes. „Mit 7600 Schützen in 21 Bruderschaften und Vereinen sind wir einer der größten Schützenverbände in der Diözese Münster“, sagte Griebler. „Darauf können wir stolz sein.“

Das Königsschießen begann gegen 17 Uhr, gleichzeitig veranstalteten die Königinnen das Vogelknüppeln. Mit dem 27. Schuss holte der Bezirksfahnenschwenkermeister Gerd-Wilhelm Kroes von St. Johannes Dornick den Kopf herunter, Carsten Nieswand von St. Antonius Loikum traf das Zepter. 112 Schüsse brauchte es, bis Willi van Dillen von St. Michael Oberhüthum den rechten Flügel herunterschoss, 55 Schüsse, bis der linke Flügel fiel – der glückliche Schütze war Siegfried Kellner vom gastgebenden Verein. Bezirksschützenkönig auf Scheibe wurde Gregor Ising von St. Johannes Praest.