1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Emmerich: Stadtwerke wollen zur Sparkasse ziehen

Emmerich : Stadtwerke wollen zur Sparkasse ziehen

Vor allem Kundenzentrum des Energieversorgers soll näher zur Innenstadt. Im Hauptgebäude der Sparkasse ist zur Willibrordstraße hin wäre dafür noch Platz. Zunächst müssen dafür aber noch einige Details geklärt werden.

Das derzeitige Verwaltungsgebäude der Emmericher Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH (EGD), in der im Wesentlichen die kaufmännischen Tätigkeiten und die Stabsfunktionen für den Stadtwerke-Verbund in Emmerich zusammengefasst sind, ist wegen seiner funktionalen und baulichen Mängel sanierungsbedürftig. Das Gebäude an der Ecke Wassenbergstraße/Dederichstraße stammt aus der Vorkriegszeit. "Es ist ein bisschen wie ein Mosaik aus Bauklötzchen, denn im Laufe der Jahre gab es eine Vielzahl von An- und Umbauten", sagte Stadtwerke-chef Udo Jessner. "Überlegungen, sich räumlich zu verändern, gibt es schon seit ein paar Jahren. Die Unterbringung des Rechenzentrums ist nicht sinnvoll und das Kundenzentrum aus den 90er Jahren ist fußläufig nicht zu erreichen und hat keine Rückzugsmöglichkeit für vertrauliche Kundengespräche." Ein Kundenzentrum solle dort sein, wo die Kunden sind - in der Innenstadt.

Da kam es gelegen, dass die Stadtsparkasse Emmerich-Rees der EGD anbot, den abgetrennten Gebäudetrakt am Hauptgebäude der Sparkasse anzumieten, der an der Willibrordstraße liegt. "Das Gebäude stammt aus dem Jahr 2000 und erfüllt alle Anforderungen, die heute an ein modernes Büro- und Verwaltungsgebäude zu stellen sind", erklärte Horst Balkmann, der am Freitag gemeinsam mit Jessner den Umzugsplan vorstellte. Die Sparkasse habe einige Veränderungen durchgeführt, unter anderem das Vermögensmanagement näher an den Kunden in die ehemaligen Provinzial-Räume verlegt und das Kreditgeschäft zusammengelegt und so freie Platzkapazitäten bekommen. In dem frei gewordenen Gebäude haben rund 30 bis 35 Mitarbeiter Platz.

Zunächst müssen aber noch einige Details geklärt werden. Der Stadtwerke-Aufsichtsrat hat der Geschäftsleitung in seiner Sitzung am Donnerstag dazu einen Prüfauftrag erteilt. "Die Wirtschaftlichkeit eines möglichen Umzugs wird nicht nur durch die Höhe der Umbaukosten und der Miete beeinflusst, genauso wichtig ist die Antwort auf die Frage, welche konkreten Möglichkeiten für die Verwertung des heutigen Stadtwerkegrundstückes bestehen", sagte Udo Jessner. Man müsse dabei berücksichtigen, dass das Grundstück durch die geplante Löwentorunterführung in Mitleidenschaft gezogen würde was die Erreichbarkeit angehe und die Frage, ob auf dem Grundstück verlaufende Leitungstrassen eine Nutzung erschweren. Alle Kosten, auch die einer eventuellen Sanierung des alten Gebäudes oder eines eventuellen Neubaus müssen gegeneinander aufgerechnet werden.

Mit einem Kundenzentrum in der Stadt würden die Stadtwerke ein Gesicht zeigen, so Jessner. Eine abschließende Entscheidung zu diesem Thema werde nicht vor der Sommerpause fallen.

(moha)