Stadtwerke Rees präsentieren neue Geschäftsführerin und neue Badleiterin

Neue Geschäftsführerin und neue Badleiterin : Die Reeser Stadtwerke werden weiblicher

Mit Mareike Terlinden haben die Reeser Stadtwerke eine Nachfolgerin aus den eigenen Reihen für Geschäftsführer Wolfgang Punessen gefunden – und mit Luise Stange eine neue Badleiterin.

Eigentlich hatte Wolfgang Punessen vor, ab Januar seinen Ruhestand zu genießen. Seit dem Jahr 2001 ist der heute 63-Jährige als Technischer Leiter bei den Stadtwerken Rees tätig, seit 2014 zusätzlich auch als Co-Geschäftsführer zusammen mit Andreas Mai. Ein Nachfolger für die technische Leitung stand auch schon so gut wie fest, hatte bereits einen Vertrag unterschrieben und sprang dann doch aus persönlichen Gründen im letzten Moment wieder ab. Eine schwierige Situation für die Stadtwerke, zumal Ingenieure, die die Position der Technischen Leitung ausfüllen sollen, im Moment schwer zu kriegen sind. Doch der Versorger vom Melatenweg hat jetzt dennoch eine Lösung gefunden, mit der alle Beteiligen zufrieden sind. „Eine echte Win-Win-Situation“, sagt Punessen.

Denn der bisherige Geschäftsführer will zwar wie geplant, seinen Job im Januar an den Nagel hängen, doch als Technischer Leiter bleibt er weiter im Dienst. „Weil viele kleine Stadtwerke die gleichen Probleme haben, wird es voraussichtlich im nächsten Jahr eine Änderung geben. Dann dürfen auch wie früher wieder Meister die Technische Leitung inne haben“, erklärt Andreas Mai. Weil der Zeitpunkt für diese Änderung noch nicht ganz klar ist, hat sich Punessen bereit erklärt, so lange bei den Stadtwerken zu bleiben, bis ein Nachfolger gefunden ist und eingearbeitet werden kann.

Den Posten des Co-Geschäftsführers wird ab Januar Mareike Terlinden ausüben, ein echtes Eigengewächs der Stadtwerke. Die 37-Jährige aus Bienen kennt den Betrieb bestens, hat dort von der Pike auf ihren Beruf gelernt. 1999 begann sie ihre Ausbildung, hatte nebenher studiert und war 15 Jahre später bereits zur Prokuristin und Vertriebsleiterin aufgestiegen. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, sagt sie. Ihr Kerngebiet wird weiterhin der Vertrieb sein. „Unsere Hauptaufgabe ist es, die Versorgung sicher zu stellen und für faire Preise zu sorgen.“

Und das wollen die Stadtwerke trotz ihrer kleinen Größe auch weiterhin tun. Um konkurrenzfähig zu bleiben, sind die Reeser Mitglied einer Einkaufsgesellschaft, ihren Strom beziehen sie zu 100 Prozent aus Wasserkraft. „Wir sind zwar nicht Sieger bei Verivox, aber dafür fließen unsere Gewinne in die Stadt Rees und nicht in eine Aktiengesellschaft. Bei uns kennt man noch den, der am Telefon ist und hängt nicht in irgendeiner Warteschleife“, sagt Andreas Mai.

Für Bürgermeister Christoph Gerwers hat der kommunale Versorger eine besondere Bedeutung: „Die Stadtwerke sind wichtig, weil wir ohne sie viele Projekte gar nicht stemmen könnten“, sagt er und verweist beispielsweise auf das Hallenbad. Und genau hier gibt es mit Luise Stange ein weiteres neues Gesicht bei den Stadtwerken. Seit 1. Oktober ist sie neue Badleiterin und tritt damit die Nachfolge von Werner Helmes an, der eine neue Aufgabe innerhalb der Reeser Stadtverwaltung wahrnimmt. Die gebürtige Hamminkelerin, die in Haldern lebt, ist zwar erst 23 Jahre alt, bringt aber als ausgebildete Meisterin für Bäderbetriebe schon viel fachliches Know-how mit, das sie im Dinamare in Dinslaken sowie im Emmericher Embricana sammelte. „Sie hat sich schon sehr gut eingebracht“, ist Punessen bereits jetzt angetan.

Als in der vergangenen Woche vier von fünf Schwimmmeistern erkrankt waren und das Stadtbad vorübergehend geschlossen werden musste, hatte Luise Stange die Idee, nach ausgebildeten Rettungsschwimmern zu suchen, die im Notfall als Ersatz für die Schwimmmeister einspringen können. „Es haben sich schon Interessenten gemeldet“, berichtet sie. Und hat auch schon einige weitere Ideen fürs Reeser Hallenbad: „Wir wollen es attraktiver machen“, verrät sie.

Künftig wird Luise Stange auch für das neue Freibad zuständig sein. Wenn es eröffnet wird, soll es im Wechsel mit dem Hallenbad geöffnet werden.

(Markus Balser)
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