Stadt Rees fördert mit neuem Plan die Chancengleichheit

Verwaltung als Arbeitgeber : Stadt Rees fördert mit neuem Plan die Chancengleichheit

Die Verwaltung sieht sich als öffentlicher Arbeitgeber in einer Vorbildfunktion in Sachen Gleichstellung.

Die Stadtverwaltung Rees hat insgesamt 176 Beschäftigte (Stand 1. Oktober 2018), davon 66 in Teilzeit. Für diese Teilzeitbeschäftigten hält die Verwaltung sage und schreibe 36 Teilzeitmodelle vor. Auch in Sachen Gleichstellung ist die Verwaltung auf einem guten Weg. 90 der 176 Beschäftigten sind weiblich, 86 männlich. Der Frauenanteil liegt damit mit 52 Prozent sogar um knapp vier Prozentpunkte höher als der Anteil der Männer.

Die Verwaltung hat Ende 2018 mit der Gleichstellungsbeauftragten Birgit Fischer einen Gleichstellungsplan aufgestellt: Dabei geht es um zwei Ziele, erstens die Chancengleichheit von Mann und Frau, zweitens um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Wobei es nicht allein um die Kinderbetreuung geht, sondern auch um Pflege von Angehörigen“, sagt Ludger Beltermann, Leiter der Abteilung Zentrale Dienste. Die Verwaltung als öffentlicher Arbeitgeber sei sich ihrer Vorbildfunktion bewusst. „Wenn wir nicht mit gutem Beispiel vorangehen, können wir dies nicht von der freien Wirtschaft erwarten“, ergänzt er.

Auch in Sachen Frauen in Führungspositionen kann sich die Bilanz der Stadt Rees sehen lassen. Von den fünf Fachbereichen in der Verwaltung werden zwei von Frauen geleitet. Trotz guter Werte wird man die Hände nicht in den Schoß legen. Im Sozial- und Erziehungsdienst sind Männer noch unterrepräsentiert (1:6), bei den handwerklichen Tätigkeiten die Frauen (0:12). „Hier müssen wir am Ball bleiben“, sagt Beltermann. Schon in der Vergangenheit sei daher die Gleichstellungsbeauftragte vor und bei der Ausschreibung mitbeteiligt worden, so Beltermann. Doch nur bei gleicher Qualifikation wird der Frau beziehungsweise dem Mann der Vorzug auf die Stelle gewährt.

In Führungspositionen aufzusteigen sei bei der Stadt Rees durchaus möglich: 80 Prozent der Führungskräfte sind nämlich schon 55 Jahre alt oder älter. Um die Qualifikation junger Angestellter zu unterstützen, bietet die Stadt finanzielle Beteiligungen an der Fortbildung an und stellt sie dafür frei.

Bei den Teilzeitkräften hat es sich die Stadt zudem zur Aufgabe gemacht, auch während der Erwerbsunterbrechung in Kontakt zu bleiben – auch um das Know-how der jungen Müttern weiter zu nutzen.

(rau)
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