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Stadt Rees auf Start der Grundschulen trotz Hin und Her vorbereitet

Grundschulstart : Stadt Rees trotz Hin und Her vorbereitet

Schulministerium irritierte die Kommunen. Stadt Rees auf Start der Viertklässler vorbereitet. Wie „rollierendes System“ funktionieren könnte, muss mit den Schulleiterinnen besprochen werden.

Die Landesregierung macht es den Kommunen im Moment nicht leicht. Am Donnerstag hatte das Schulministerium den Städten zunächst überraschend mitgeteilt, dass im Mai nun doch alle vier Grundschuljahrgänge in die Schulen zurück kehren sollen. Am 7. und 8. Mai hätte der Unterricht für die vierten Klassen beginnen sollen, ab dem 11. Mai dann auch für die Klassen eins bis drei in einem so genannten rollierenden System – Schule für jeweils einen Jahrgang pro Werktag bis zum Ende der Sommerferien.

Doch der Inhalt dieser Mail, der am Donnerstagnachmittag an die Kommunen ging, hatte nur wenige Stunden bestand.  Am frühen Abend „relativierte“ Ministerpräsident Armin Laschet die Vorgabe und gab bekannt, dass eine endgültige Entscheidung am 6. Mai getroffen werde.

Zu diesem Zeitpunkt stand die tägliche Corona-Videobotschaft von Bürgermeister Christoph Gerwers bereits online, in der er auf den vom Schulministerium genannten Termin, der dann wieder kassiert wurde, eingegangen war.

Wie immer aber auch die Entscheidung am 6. Mai ausfallen wird, die Stadt Rees dürfte auf sie vorbereitet sein. Denn ursprünglich war die Verwaltung als Schulträger mit ihren vier Grundschulstandorten von einer Öffnung zum 4. Mai ausgegangen – auch dieser Termin war einmal genannt worden. Ihre Hausaufgaben hat sie hier also schon gemacht. Wie das rollierende System für die Klassen eins bis drei konkret umgesetzt werden könnte, sofern es denn tatsächlich kommt, muss noch mit den Schulleiterinnen der Grundschulen besprochen werden. „Losgelöst vom Datum 11. Mai haben sich die Schulleitungen und auch die Stadt als Schulträger aber natürlich bereits Gedanken darüber gemacht, wie die weitere Öffnung der Schulen vonstattengehen kann“, hatte Stadtsprecher Jörn Franken der RP auf Anfrage am Donnerstag mitgeteilt.

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Unterdessen haben an der Reeser Grundschule die Lehrer im Vorgriff auf den Schulstart schon mal zur Nähmaschine gegriffen. Um den Viertklässlern das Tragen des Atemschutzes auch möglichst angenehm zu halten, entschied sich das Kollegium der Grundschule dazu, einheitliche Masken für die jeweiligen Klassen zu nähen. Jede Klasse bekommt ihr eigenes Muster auf der Vorderseite. Die Rückseite der Masken ist unifarben. So ist das richtige Tragen der Masken leicht erkennbar. Das stelle eine große Erleichterung für die Kinder dar.

Bereits zu Beginn dieser Woche kam das Kollegium der Reeser Grundschule zusammen, um die ersten 90 Masken für die kommende Woche fertigzustellen, sodass zunächst alle vierten Klassen ausgestattet werden können. Durch eine geregelte Arbeitsteilung (schneiden, nähen, bügeln) konnte gut und schnell gearbeitet werden. Auch die anderen Klassen werden noch mit Atemschutzmasken ausgestattet, kündigte die Reeser Grundschule bereits an.

(Markus Balser)