Stadt Emmerich will Martinus- und Abteistraße in Elten sanieren

Bauarbeiten in Elten : Stadt will Martinus- und Abteistraße sanieren

Risse, Absackungen, fehlende Steine – die beiden Eltener Straßen sind in einem schlechten Zustand. Auch neue Gas- und Wasserleitungen sind geplant.

Die Martinusstraße in Elten ist seit Jahren ein Sorgenkind. Die Straße ist abgenutzt, auf der Fahrbahn gibt es Spurrinnen und einzelne Steine sind kaputt. Die Pflasterung hat sich in Längsrichtung verschoben und der Gehweg hat schon bessere Zeiten erlebt. Eine Vielzahl der Bordsteine und Gehwegplatten sind abgesackt. Für die angrenzenden Bewohner des Altenwohnheims Martinusstift wird der Schritt vor die Tür so zu einer Herausforderung.

Auch die angrenzende Abteistraße beurteilt die Stadt Emmerich als schlecht. „Die Asphaltdecke weist viele Risse, Absackungen, Abplatzungen auf und wurde an vielen Stellen schon einmal ausgebessert“, schreibt die Verwaltung. Beide Straßen sollen jetzt im Sommer angegangen werden. Eine große Baustelle kündigt sich in Elten an.

Nach aktueller Schätzung werden 460.000 Euro benötigt, um die Abwasserkanäle zu erneuern und in beiden Straßen die Hausanschlüsse zu überprüfen. Gleichzeitig wollen die Stadtwerke Gas- und Wasserleitungen erneuern. Im Anschluss werden beide Straßen erneuert.

Stadtplaner Jochen Kemkes erläuterte im Ausschuss für Stadtentwicklung, dass es bald eine Bürgerinformation geben wird.

Maik Leypold von der BGE ärgerte sich über die seiner Meinung nach schlechte Straßenunterhaltung in Emmerich: „Seit Jahren ist die mangelhaft. Und jetzt wird dies auf dem Rücken der Bürger ausgetragen. Wir stimmen dem Planungskonzept so nicht zu“, sagte Leypold. Die Kritik wollte der Beigeordnete Stefan Wachs nicht hinnehmen. Die Verwaltung arbeite nach einer vom Rat Emmerich beschlossenen Ausbauliste. Mit vier Gegenstimmen beschloss der Ausschuss die Freigabe der Gelder für einen Ausbau von Martinus- und Abteistraße.

Vehement pochte die SPD darauf, ein Entwicklungskonzept für Elten auf den Weg zu bringen. Ratsherr Ludger Gerritschen möchte sich nicht länger „hinhalten lassen“. „Wir benötigen endlich eine Stelle im Haushalt“, so Gerritschen. Stadtplaner Kempkes erläuterte, dass die großen Baustellen Betuwe und Umsetzung des Masterplans Hoch-Elten die Verwaltung daran hinderten, sich mit einem weiteren städtebaulichen Konzept zu beschäftigen. Beigeordneter Wachs ergänzte: „Wir haben Elten auch mehr als im Blick. Denken Sie an den Dr.-Robbers-Park, an die Aktionen im Montferland. Es geht jetzt auch um die Abarbeitung bestehender Projekte.“ Die Rahmenbedingungen für weitere Konzepte seien zurzeit nicht gegeben.

(A.G.)