1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Stadt Emmerich weist zwei Fahrradstraßen in der Innenstadt aus

Burg- und Wallstraße : Erste Fahrradstraßen in Emmerich

Die Burg- und die Wallstraße gelten jetzt als Fahrradstraße, auf der für Radler besondere Vorrechte gelten. Autofahrer sind dort nur noch „geduldete Gäste“.

(RP) Im Rahmen des Fuß- und Radwegekonzept der Stadt Emmerich sind jetzt sowohl die Burgstraße als auch die Wallstraße als neue Fahrradstraße ausgewiesen. Damit gibt es ab sofort für Radler zwischen Löwentor und Geistmarkt eine Alternativroute zur viel befahrenen L7. Zu erkennen ist der Bereich an den markanten blau-weißen Schildern mit der Aufschrift „Fahrradstraße“, die vor wenigen Tagen installiert worden sind. Bürgermeister Peter Hinze ist überzeugt von der Maßnahme: „Wir haben uns auf den Weg gemacht, fahrradfreundliche Stadt zu werden. Mit einer solchen Maßnahme zeigen wir, dass uns das ernst ist. Auf Burgstraße und Wallstraße geben künftig die Radfahrer das Tempo vor. Der Autofahrer ist hier eigentlich nur noch geduldeter Gast.“

Fahrradstraßen gewähren dem Radverkehr diverse Vorrechte. Autofahrer müssen sich unterordnen. Radlerinnen und Radlern soll so das Leben und speziell das Vorankommen erleichtert werden. Für Emmerich am Rhein ist die Verbindung Burgstraße/Wallstraße die erste echte Fahrradstraße.

  • Volker Heidkamp ist Tourenleiter beim ADFC
    Radwegekonzept in Langenfeld : Schlaglöcher ärgern Radfahrer
  • Auf der Gelderner Straße gilt ab
    Die Umsetzung ist auch im Gelderland nicht einfach : Der lange Weg zu mehr Tempo-30-Zonen
  • Die verletzte Frau kam ins Krankenhaus,
    Unfall in Kaarst : Autofahrer fährt 65-Jährige an - schwerverletzt

Angeordnet wurde eine Fahrradstraße mit Zusatzzeichen („Anlieger frei“). Damit können zwar alle Kraftfahrzeuge die Straßen ebenfalls benutzen, müssen sich jedoch dem Radverkehr unterordnen. Denn es gilt: Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen in Fahrradstraßen ausdrücklich nebeneinander fahren, in beliebig hoher Zahl und sofern sie den entgegenkommenden Verkehr nicht behindern. Für Autofahrer gilt maximal Tempo 30, ohne Fahrradfahrer zu gefährden oder zu bedrängen. Das Überholen von Fahrrädern ist nur dann erlaubt, wenn ein Abstand von 1,50 Meter zu den Radfahrenden beim Überholvorgang eingehalten werden kann. Parken entlang der Fahrradstraße ist in den gekennzeichneten Flächen oder auf Angrenzenden Parkplätzen weiter erlaubt.

In Verbindung mit der Fahrradstraße darf die Wallstraße vom „Großer Löwe“ kommend künftig nicht mehr mit dem Auto befahren werden. Jedoch dürfen Autos, die etwa von Trinkgut kommen, über die Wallstraße in Richtung Pesthof fahren („Unechte Einbahnstraße“). Gleiches gilt an der Ecke Agnetenstraße/Wallstraße. Dort wurden die Absperrungen entfernt, um Radlern die Durchfahrt zu ermöglichen. Autos ist die Einfahrt von der Agnetenstraße in die Wallstraße aber nicht gestattet. Dieser Teil der Wallstraße kann künftig nur vom Pesthof aus erfolgen. Autofahrer, die sich nicht daran halten, müssen mit Bußgeldern rechnen. Auf der städtischen Internetseite hat die Stadt ein Erklärvideo veröffentlicht.