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St. Martin 2019: Emmerich bereitet sich auf die Martinszüge vor

Tradition : Vorbereitungen auf die Martinszüge

Vielerorts wird derzeit gebastelt und organisiert, damit die Martinszüge rund um das zweite November-Wochenende ein Erfolg werden. Anwohner werden gebeten, die Zugwege mit Laternen und Lichtern zu schmücken.

Am 11. November feiern wir den Martinstag. Um diesen Termin herum finden viele Martinszüge in der Innenstadt und den Ortsteilen Emmerichs statt. Zurzeit bereiten sich die Kinder auf diesen Tag vor. So wie im Familienzentrum St. Antonius Vrasselt. In dem Ortsteil findet der Martinszug am 11. November statt. „Die Geschichte des Heiligen Martin und seine Bedeutung zieht sich zurzeit wie ein Leitfaden durch unseren Kindergartenalltag“, sagt Beate Böhlke, Leiterin der Einrichtung.

Aktuell steht das Thema „Teilen“, aber auch der Umgang miteinander im Mittelpunkt - auch in der kleinen „Theaterszene“, die die Kinder für die Einstimmung in der St. Antonius-Kirche einüben. Dazu treffen sich alle um 17.30 Uhr am Martinstag in der Kirche, wo eine Erzieherin erzählt, während die Kinder die Geschichte vorspielen. „Gott sorgt dafür, dass wir alles haben und dass es uns gut geht. Aber er möchte auch, dass wir miteinander teilen“, heißt es in der Geschichte.

Teilen und Geben statt Horten: Können Kinder im November wieder lernen und erleben. Foto: schwarze-blanke

Die Laternen, die die Kinder auf ihrem Weg durch die Straßen tragen, sind individuell. „Jeder darf die Laterne basteln, die er möchte“, erzählt Beate Böhlke. Und die Kinder beweisen viel Fantasie: Es gibt eine Rakete, eine Eisprinzessin, ein Fisch, Flügzeuge und Einhörner. Die Martinslieder werden täglich gesungen und am 8. November um 11 Uhr sind Eltern, Großeltern und Geschwister zum Mitsingen eingeladen.

In Vrasselt findet auch eine Laternenprämierung statt: Vor dem Zug dürfen die Kinder ihre selbst gebastelten Fackeln im Pfarrheim abgeben, das Martinskomitee belohnt die schönsten mit Gutscheinen. An alle Kinder werden Tüten mit Süßigkeiten verteilt. Nach dem Zug wird die Mantelteilung auf dem Dorfplatz vorgespielt. Hier stehen auch schön geschmückte Holzhütten, wo man sich mit Glühwein, Kakao und Würstchen stärken kann. Im Saal Slütter ist ein kleiner Martinsbasar.

Auch in der Kita Polderbusch, wo der Martinszug am 5. November stattfindet, wird eifrig gebastelt. „Keine Einheitslaternen, die Kinder dürfen ihre Wunschlaterne machen und malen dafür eigene Skizzen“, erzählt Leiterin Kerstin Kleen. Die Laternen hängen zurzeit im Gruppenraum: bunt, kreativ und vielfältig. Die Jüngeren entschieden sich für Glitzer und Handdruck auf Pergamentpapier, die älteren Kinder bastelten Sonne, Einhorn, Flugzeug und ein rosa Kaninchen ist auch dabei. Es wird viel gesungen und über den heiligen Mann erzählt. In der Verkleidungsecke stehen Kostüme zur Verfügung, so dass die Jungen und Mädchen die Martinslegende nachspielen können. Der Martinszug in Dornick findet in diesem Jahr am Samstag, 9. November, statt. Hierzu versammeln sich alle Kinder mit ihren Eltern um 17.30 Uhr zu einem Wort-Gottesdienst in der Pfarrkirche. Die Lieder werden mit Gitarren-Musik begleitet.

Der Martinszug führt, unter Mitwirkung des Spielmannzuges, über die Dornickerstraße zur Uranusstraße und wieder über die Dornickerstraße zurück zum Dorfplatz. Hier findet die Mantelteilung statt und der St. Martin spricht zu den Kindern. In der Kirche bekommen dann alle berechtigten Kinder vom St. Martin und seinen Helfern ihre Tüte voller leckerer Sachen.

Auf dem Platz vor der Kirche bietet der Dorfverein wieder seinen Martinsmarkt an. Bei gemütlicher Atmosphäre können hier Reibekuchen, Würstchen mit Brötchen, Kakao, Glühwein und Champignons verzehrt werden. Ein Stand mit Selbstgemachtem lädt zum Stöbern ein.

Der Martinsumzug in der Stadt beginnt am 7. November um 17.30 Uhr auf dem Rathausvorplatz. Johannes Piotrowski, langjähriger St. Martin, wird an einem Lagerfeuer dem armen Bettler, gespielt von Alain Hasenfratz, einen Teil seines warmen Mantels schenken. Auch in diesem Jahr hatte Organisatorin Lilian Baars alle Hände voll zu tun. Unterstützt wird sie von Vertretern der teilnehmenden Kindergärten St. Martini, St. Aldegundis und Sterntaler und von Jutta Conrad-Hering von der Wifö. Nach dem Zug werden in der St. Martini-Kirche Weckmänner verteilt. Der Zugweg: Geistmarkt – Burgstraße – Agnetenstraße – Nonnenplatz – Wollenweberstraße - Paaltjessteege – Tillmannsteege – Kaßstraße - Neumarkt – Alter Markt – Steinstraße – Rathausvorplatz. Die Jugendfeuerwehr begleitet den Zug.

Die Stadt bittet alle Verkehrsteilnehmer, während der Züge mit besonderer Rücksicht zu fahren. Sie bittet um Verständnis, dass für die Umzüge zeitweise Verkehrsflächen gesperrt und Halteverbote eingerichtet werden müssen. „Es wäre schön, wenn die Anwohner der Zugwege ihre Häuser und Wohnungen mit Laternen und Lichtern schmücken“, wünschen sich alle Teilnehmer.