Fußball: Wolters’ Lupfer sorgt für drei Zähler

Fußball : Wolters’ Lupfer sorgt für drei Zähler

Bezirksliga: Der RSV Praest setzt sich mit 2:0 gegen den Neuling aus Stenern durch. Allerdings lassen die Hausherren in der Begegnung viele Chancen ungenutzt. Erst nach der Pause erzielen die Praester Kicker die Treffer.

Michael Kühn hatte vor der Bezirksligapartie gegen den Aufsteiger aus Stenern ein gutes Gefühl. „So eine Leistung wie letzte Woche werden wir heute nicht sehen“, versprach der Vorsitzende des RSV Praest – und er sollte Recht behalten. Dabei wurde es am Ende noch richtig spannend. Kurz nach seiner Einwechslung sorgte dann aber Marcel Wolters mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 2:0 für die Entscheidung..

Die Elf von Roland Kock investierte über die gesamten 90 Minuten mehr in das Spiel und ging daher als verdienter Sieger vom Platz. Allerdings benötigten die Hausherren zunächst einige Minuten, kamen dann aber besser in die Partie und erarbeiteten sich einen Feldvorteil, den sie zunächst allerdings nicht in Tore ummünzen konnten.

Nach 20 Minuten hatte Rene Groes die bis dato beste Chance zum Führungstreffer, verpasste nach schönem Zusammenspiel aber den Zeitpunkt zum Abschluss und wurde in aussichtsreicher Position im letzten Moment geblockt. Fünf Minuten später überbrückte Justin Ising das Mittelfeld mit einem Lupfer in den Lauf von Sezgin Baran, der herausgeeilte Gästetorhüter war jedoch kurz vor dem Praester Stürmer am Ball und konnte im letzten Moment klären.

Unmittelbar vor der Pause wäre die Führung für den RSV verdient gewesen. Nach guter Vorarbeit von Danny Stein scheiterte Groes bei einer Doppelchance zunächst mit dem Fuß und dann mit einem sehenswerten Flugkopfball am gegnerischen Keeper.

„In der ersten Halbzeit müssen wir mindestens mit einem, wenn nicht mit zwei Toren führen“, sah der Praester Übungsleiter Defizite in der Chancenverwertung. „Wir müssen unsere Dinger machen und damit meine ich nicht nur die Großchancen, wir müssen das oft viel besser ausspielen.“

Nach der Pause machten die Hausherren da weiter wo sie aufgehört hatten und belohnten sich wenig später mit dem Führungstreffer. Der fleißige Groes war auf der rechten Seite gestartet, seine flache Hereingabe verwertete Baran aus gut sechs Metern eiskalt. „Das macht er überlegt, genau so will ich es sehen“, lobte Kock die Ruhe seiner Stürmers beim Führungstreffer.

Mit der Führung im Rücken ließen es die Praester wieder ruhiger angehen, spielten ihre Konterchancen dann auch nicht mehr konsequent aus. Hinten standen die Gastgeber erstaunlich offen, Dennis Döring verhinderte mit einer guten Parade (85.) den Ausgleich. In der 90. Minute hatte der RSV Glück, als ein Kopfball des Gegners an das Lattenkreuz klatschte.

„Das war knapp, da haben wir uns etwas dumm angestellt. Am Ende muss man froh sein, dass man das Ding nach Hause fährt“, so Kock über die spannende Schlussphase.

Im Gegenzug sorgte der kurz zuvor eingewechselte Marcel Wolters für die Erlösung. Nach einem Abstoß war der Routinier zu Stelle und machte mit einem Lupfer über den herausgeeilten Torwart aus gut 20 Metern alles klar.

„Wenn wir unsere Dinger nutzen, haben wir eher Ruhe, so mussten wir hinten raus noch etwas zittern“, sah Kock dennoch einen verdienten Sieg seiner Elf.