Westfalia Anholt ist neuer Stadtmeister

Fußball : Westfalia Anholt ist neuer Stadtmeister

Der A-Ligist sichert sich den Titel bei den Isselburger Titelkämpfen, die beim Vorjahressieger 1. FC Heelden ausgetragen werden. Der Gastgeber wird Zweiter, der SV Werth holt sich den dritten Platz.

Das vorletzte Spiel des Tages sollte die Entscheidung bei den Isselburger Fußball-Stadtmeisterschaften, die auf der Anlage des 1. FC Heelden ausgetragen wurde, bringen. Die vier Teams hatten jeweils zwei Partien absolviert, und sowohl Westfalia Anholt als auch der Gastgeber hatten vor ihrem Aufeinandertreffen mit jeweils sechs Punkten bei gleichem Torverhältnis noch alle Chancen auf den Titel.

Zunächst mussten sich die Akteure allerdings noch etwas gedulden. Unmittelbar vor dem Anpfiff zog ein kräftiges Gewitter über die Platzanlage, weshalb die entscheidende Partie mit einer halben Stunde Verspätung angepfiffen wurde.

Als der Schiedsrichter die Partie gegen Heelden abgepfiffen hatte, konnte der Anholter Routinier Ali El-Abbas (links) seine Freude nicht mehr zurückhalten. Foto: Funke Foto Services GmbH/Thorsten Lindekamp

Nach einem kurzen Abtasten auf beiden Seiten erzielte Arno Daniels das 1:0 für Anholt. Sein flacher Schuss aus 23 Metern fand einen Weg quer durch den Strafraum hinein ins lange Eck. Nur fünf Minuten später war der Linksverteidiger erneut zur Stelle und markierte nach einer Ecke von Ali El-Abbas aus kurzer Distanz das 2:0 per Kopf.

Der 1. FC Heelden - hier Stefan Tekaat (rechts) - musste den Traum von der Titelverteidigung begraben. Foto: Funke Foto Services GmbH/Thorsten Lindekamp

Auf der Gegenseite kam der 1. FC Heelden in der 21. Minute, ebenfalls durch einen Standard, zum Anschlusstreffer. Simon Wawrzyniak hatte einen direkten Freistoß an den Innenpfosten gesetzt und von dort sprang der Ball unhaltbar ins Netz.

In der Folge erhöhten die Schwarz-Gelben etwas den Druck, mussten allerdings noch vor dem Pausenpfiff einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Matthias Teronde erzielte das 3:1 nach einem Konter. Auch das 4:1, nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff, ging auf das Konto des fleißigen Rückkehrers. Nach schöner Vorarbeit von El-Abbas bedeutete seine Direktabnahme die Vorentscheidung zu Gunsten des Favoriten. Seine starke Leistung an diesem Tag krönte Matthias Teronde mit seinem dritten Treffer zum 5:1. Sein Freistoß in der 38. Minute landete im oberen Eck. Nach insgesamt 60 Minuten hieß es am Ende 7:2 und die Kicker von Westfalia Anholt konnten sich über den Isselburger Stadtmeistertitel freuen.

Nachdem Trainer Thomas Driever nach dem Auftritt am vergangenen Mittwoch noch Bedenken hatte, konnte sich seine Mannschaft am zweiten Turniertag deutlich steigern. „Die Spieler haben bei dem Wetter alles gegeben und auch fußballerisch kam diesmal mehr. Nachdem wir so nah dran waren, wollten wir das Ding auch gewinnen. Das war ein gelungener Tag. Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden.“ Die Westfalia sei verdient Stadtmeister geworden, sagte der Heeldener Coach Joaquim Lopes: „Anholt war absolut effektiv im Nutzen der Torchancen, da hatten wir absolut keine Chance. Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend, da wir uns schon Hoffnungen auf die Titelverteidigung gemacht hatten. Das ist schon ein Brett. Der Gegner hat eine sehr gute Mannschaft mit enormer Qualität nach vorne.“

Zuvor war dem Gastgeber in der ersten Partie des Tages ein ungefährdeter Sieg gegen den C-Ligisten SuS Isselburg gelungen. Simon Thiesing (3./28.) und Jan Hegmann (29./33.) hatten jeweils doppelt für den B-Ligisten getroffen, Robin Schwung steuerte einen weiteren Treffer bei. Für die Isselburger reichte es lediglich zum Ehrentreffer durch Christian Nienhaus in der 53. Minute, ehe ein Eigentor kurz vor Schluss den 6:1-Endstand besiegelte.

Im Anschluss behielt die Westfalia aus Anholt mit 3:1 gegen den SV Werth die Oberhand. Matthias Teronde trug sich auch hier zweimal in die Torschützenliste ein, den dritten Treffer für die Schwarz-Weißen besorgte Phillip Alofs. Für den SV Werth traf Andre Hübers. Ein Sieg gelang dann der Mannschaft von Trainer Hans-Georg Trinker im abschließenden Spiel gegen SuS Isselburg. 6:2 hieß es letztlich, was den dritten Platz für den SV Werth bedeutete.

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