Lokalsport: Westfalia Anholt gelingt die Revanche

Lokalsport : Westfalia Anholt gelingt die Revanche

Fußball: Der A-Ligist gewinnt die Heimpartie gegen den SV Rees mit 2:1 und betreibt damit Wiedergutmachung für die 4:5-Hinspielniederlage. Jesse Pastoors läuft zweimal vom Elfmeterpunkt an. Einen Strafstoß verwandelt er.

Das Lokalduell in der Fußball-Kreisliga A zwischen Westfalia Anholt und dem SV Rees endete mit einem 2:1 (1:0)-Erfolg für den Gastgeber. In einer ereignisarmen ersten Hälfte gingen die Anholter nach 25 Minuten überraschend in Führung. Nach einer Flanke von Oliver Paus griff RSV-Torwart Dennis Meiners am Ball vorbei, so dass Anholts Mittelfeldspieler Arno Daniels nur noch seinen Kopf hinhalten musste. "Wir hatten in der ersten Hälfte überwiegend Ballbesitz, haben es aber nicht geschafft, uns die Chancen so zu erarbeiten, wie ich mir das erhofft habe", sagte der Reeser Trainer Bernd Franken.

Die zweiten 45 Minuten sollten es dann in sich haben. Bereits nach einer Minute hatte Nick Schirrmacher die große Chance, die Westfalia mit 2:0 in Front zu schießen, doch sein Schuss ging nur knapp am Tor vorbei. Wiederum zwei Minuten später setzte sich Westfalia-Angreifer Jesse Pastoors im Strafraum gegen Hendrik van der Linde durch, der sich nur noch mit einem Foul helfen konnte. Schiedsrichter Chris Hempel zeigte sofort auf den Punkt. Pastoors trat selber an, doch seinen unplatzierten Schuss konnte Meiners abwehren. Doch Pastoors sollte noch eine zweite Chance erhalten. Nach einer strittigen Aktion des Reeser Verteidigers Daniel Buscher kam Ali El-Abbas im Strafraum zu Fall, der Unparteiische gab erneut einen Strafstoß. Diesmal ließ sich Pastoors die Möglichkeit nicht nehmen und verwandelte eiskalt zum 2:0 (54.).

"Wir hatten in der zweiten Halbzeit noch alle Chancen, hier zu gewinnen. Ab der 60. Minute waren wir die klar bessere Mannschaft. Da wir unser Übergewicht aber nicht in Torchancen umgemünzt haben, wäre es auch nicht verdient gewesen, wenn wir gewonnen hätten. Das enttäuscht mich einfach."

Einzig Torjäger Marko Cvetkovikj traf für den SV Rees. Nach einem Zuspiel von Marius Storm tauchte der Angreifer frei vor Westfalia-Torwart Nils Terstegen auf und ließ dem Anholter Schlussmann keine Chance (62.). Die Gäste drückten in der Folge zwar auf das Tempo, wirklich gefährlich Chancen waren aber Mangelware. Nur zwei Schüsse von Cvetkovikj in der 75. und 79. Minute, ein Schuss von Marius Storm (87.) und eine Freistoß-Hereingabe des Reeser Mittelfeldspielers in der 90. Minute sorgten noch für ein wenig Gefahr vor dem Anholter Tor.

Thomas Driever, Trainer von Westfalia Anholt, zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Es war ein sehr kampfbetontes und intensives Spiel. Wir haben viel für die Defensive getan, weshalb wir offensiv nicht allzu viele Aktionen hatten. Aber wenn wir nach vorne gespielt haben, hatten wir recht gute Stafetten."

Nur die Phase nach dem Anschlusstreffer passte dem Anholter Coach nicht. "Nach dem Treffer der Reeser fingen wir wieder an zu schwimmen. Allerdings haben wir auch nicht viel zugelassen. Gegen eine starke Offensive haben wir eine gute Defensivleistung gezeigt", sagte Driever.

Westfalia Anholt: Terstegen - Hakvoort, Daniels, M. Paus, Oliveira Leite (90. M. Schirrmacher), Borchard, O. Paus, El-Abbas, N. Schirrmacher (76. Hack), Pastoors (81. F. Schirrmacher), van Merwyk. SV Rees: Meiners - Becker, Buscher, Arifi, Rehm, Cvetkovikj, Storm, Schlösser, van der Linde, Lufrano, Hühner.

(RP)