Formel 1: Vorfreude auf den 1000. Grand Prix

Formel 1 : Vorfreude auf den 1000. Grand Prix

Motorsport. Die Formel 1 feiert in China ihr Jubiläum. Pilot Nico Hülkenberg hat eine Schlüsselstelle ausgemacht.

Nicht unbedingt am geschichtsträchtigsten Ort im Motorsport findet das besondere Jubiläum statt. An diesem Wochenende feiert die Formel 1 ihren 1000. Grand Prix. Es wird der Große Preis von China sein, der auf dem Shanghai International Circuit ausgetragen wird.

„Es ist schon etwas Besonderes, beim 1000. Grand Prix dabei zu sein“, sagt Nico Hülkenberg, für den es persönlich das 159. Rennen in der Königsklasse des Motorsports sein wird. „Normalerweise sind die Fans in Schanghai immer sehr begeisterungsfähig, was eine tolle Sache ist und es noch wichtiger macht, dass wir eine gute Show abliefern. Für Renault ist China ein wichtiger Markt und es gibt deshalb auch mehrere Veranstaltungen.“

Beim letzten Auftritt in Bahrain legte der Emmericher eine furiose Aufholjagd hin, ehe er kurz vor Schluss mit Motorproblemen ausfiel. Andererseits war die Aufholjagd auch nur deswegen möglich, weil es auch schon im Qualifying Probleme gab und der 31-Jährige nur einen enttäuschenden 17. Startplatz im Qualifying herausfuhr. „Eigentlich möchte ich nur das Positive aus Bahrain mitnehmen“, so Hülkenberg in der Rückschau. „Enttäuschungen wird es im Rennsport immer geben, aber wir werden als Team weitermachen und lernen davon, damit es nicht wieder vorkommt. Wir hatten eine gute Pace im Rennen. Es gab viele Überholvorgänge, wobei wir unsere Position halten konnten. Zudem haben wir eine gute Zwei-Stopp-Strategie ausgeführt. Und die Crew war richtig gut bei den Pitstops. Auf dieses Positive müssen wir in China aufbauen, wobei wir wissen, dass, wenn wir ein gutes Wochenende hinbekommen, wir dann sicherlich das Mittelfeld anführen können.“

Damit Renault im Land der aufgehenden Sonne wettbewerbsfähig sein kann, hat die Technik-Abteilung einige neue Teile im Gepäck. „Es gibt zum einen einige Veränderungen an der Karosserie und zum anderen Bremsen- und Aufhängungs-Updates“, verrät Nick Chester, der die Chassis-Abteilung beim französischen Rennstall leitet. Eine Herausforderung sei dabei, dass in Schanghai ein komplett anderes Setup genutzt wird als zuletzt in Bahrain. „Es ist nicht einfach, in manche Kurven zu fahren, ohne Untersteuern oder die Vorderreifen zu belasten“, meint Nick Chester.

Hülkenberg mag den 5,451 km langen Circuit in der 26-Millionen-Metropole, auch wenn er bei seinen bisherigen acht Starts nur durchschnittlich auf Rang elf gelandet ist. Im vergangenen Jahr konnte er als Sechster allerdings einige wichtige Punkte einfahren. „Das Reifen-Management ist in China entscheidend“, meint der Emmericher, der besonders die lange Kurvenkombination in den Kurven eins und zwei als Schlüsselstelle ausgemacht hat. „Der linke Vorderreifen kann da ziemlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Darauf muss man im Rennen achten.“

Ein weiterer Faktor ist das Wetter. Im so genannten Paris des Ostens sind fürs Rennwochenende Temperaturen um die 20 Grad prognostiziert. Am Sonntag liegt die Regenwahrscheinlichkeit aktuell aber nur bei 20 Prozent.

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