TV Rees trotzt dem Meister einen Satz ab

Völkerball : TV Rees trotzt dem Meister einen Satz ab

Völkerball: Bei den Deutschen Meisterschaften in Rodenkirchen belegen die Damen den zehnten Platz.

Erneut ein tolles Erlebnis war für die Völkerball-Damenmannschaft des TV Rees die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Dazu hatte sich das Team auf den Weg ins 350 km entfernte Rodenkirchen gemacht. Der dortige Verein gehört dem niedersächsischen Turnerbund an und gilt als Hochburg des deutschen Völkerballs. Die Stimmung der Reeser Mannschaft war schon bei der Hinreise sehr gut, war man doch zurecht stolz, sich erneut für die nationalen Wettkämpfe qualifiziert zu haben.

Den Damen des TV Rees gelang ein grandioser Start. Im Auftaktspiel gewannen sie beide Sätze klar gegen den SV Schöning. Ein solcher Erfolg zu Beginn war den Niederrheinerinnen in den vergangenen Jahren nie gelungen. In den folgenden Spielen gegen Esche-Haftenkamp und Stennweiler unterlagen der TV und konnte keine weiteren Punkte holen. Ein weiterer Gruppengegner des TV Rees war der amtierende Meister WT Loppersum. Der haushohe Favorit trat siegessicher gegen die Reeser Damen an. Der erste Satz ging dann auch wie erwartet klar an den WT Loppersum. Im zweiten Durchgang steigerte sich der TV und holte sich den Satz, den einzigen, den Loppersum im Laufe des Turniers abgab. In allen anderen Spielen schlug der alte und neue Meister die Gegner haushoch. Überhaupt ist die Mannschaft aus Rees immer positiv gestimmt und lässt sich von Niederlagen nicht runter reißen, sondern freut sich über jeden noch so kleinen und erst recht größeren Erfolg. „Nur bei wenigen ist der Teamgeist so vorbildlich wie uns“, sagt die Reeser Trainerin Heike Stader.

Das zeigt sich auch dadurch, dass Spieler aus der Jugendmannschaft extra mitgereist waren, um auf der Tribüne die Damen kräftig mit Trommeln und Zurufen anzufeuern.

Von den insgesamt 16 Aktiven konnten in Rodenkirchen nur acht dabei sein. Dieser Umstand machte es erforderlich, dass Heike Stader, Carolin Schmitz, Nicole Schmidt, Carina Joris, Inge Martini, Inga Dumke, Cora Gerards und Alicia Busseck durchspielen mussten. Das zehrte natürlich an den Kräften, aber das Team hatte schon zu Beginn des Turniers mehr erreicht, als in den Jahren zuvor. Am Ende war Heike Stader zufrieden und ließ ihren Freudentränen freien Lauf. Da sich niemand verletzt hatte und alle gut gelaunt waren, hielt sich die Enttäuschung, sich mit Platz zehn zufrieden geben zu müssen, in Grenzen.

Ein großer Wunsch von Heike Stader ist es, dass die Deutschen Meisterschaften irgendwann auch mal in Rees stattfinden. „Bisher scheiterte es leider daran, dass Klassenräume nicht als Übernachtungsmöglichkeiten genutzt werden können.“

(RP)
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