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Tischtennis: TTV freut sich auf das Abenteuer Oberliga

Tischtennis : TTV freut sich auf das Abenteuer Oberliga

Tischtennis: Der TTV Rees-Groin schaffte im zweiten Anlauf den Aufstieg. Jetzt geht es für die Mannschaft nur darum, die Klasse zu halten. Das wird schwer genug, weil fünf der elf Teams direkt absteigen. Sascha Kaiser ist wieder dabei.

Im zweiten Anlauf schaffte die erste Herren-Mannschaft des TTV Rees-Groin endlich den ersehnten Aufstieg in die Tischtennis-Oberliga. Nachdem das Team in der Spielzeit 2012/2013 in der Relegation in eigener Halle den Sprung in die höhere Klasse verpasst hatte, erreichte die Mannschaft um Spitzenspieler Jörn Franken im Mai ihr großes Ziel. Nach einem Remis gegen die TTG Netphen und einem Erfolg gegen die TTU Bad Oeynhausen war sie zwar auf Schützenhilfe der Zweitvertretung von Schwalbe Bergneustadt angewiesen. Doch Bergneustadt setzte sich in der Regionalliga-Relegation durch und machte somit für den TTV Rees-Groin den Weg in die Oberliga frei.

Gleich nach dem Aufstieg galt es für den Vorsitzenden Stefan Scholten und seine emsigen Mitstreiter, die Grundlagen für die neue Saison zu legen. Und dies gestaltete sich dann doch etwas schwieriger als erwartet. Sascha Kaiser wird dem Team zwar wieder als Stammspieler zur Verfügung stehen. Doch die Regularien des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes lassen dies nicht so einfach zu, da Kaiser aus beruflichen Gründen in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit nur zweimal zum Einsatz gekommen war. Er zählte deshalb für den Verband nicht als Stammspieler des Reeser Teams.

"Die Konsequenz daraus wäre gewesen, dass Christian Schepers ebenfalls in der ersten Mannschaft hätte gemeldet werden müssen. Ein Spieler des ersten Teams wäre dann immer zu einer Pause gezwungen gewesen. Außerdem wären die unteren Mannschaften dadurch erheblich geschwächt worden", sagt Scholten. Doch die Reeser haben eine Lösung gefunden. Der 40-jährige Jadranko Roso wechselte von GW Flüren zum TTV. Er wird in der Oberliga-Mannschaft an Position sieben gemeldet, wobei er nur sporadisch an der Platte stehen wird. Und Kaiser kann jetzt immer dabei sein.

Doch das war nicht die einzige organisatorische Herausforderung, die der TTV bewältigen musste. "Wir mussten 36 Seiten Liga-Ordnung durcharbeiten. Und einige Vorgaben gehen auch ins Geld", sagt Scholten. So ist es vorgeschrieben, dass jedes Oberliga-Team einen zweiten Trikotsatz haben muss. Gravierender aber ist wohl der Umstand, dass nun bei jeder Partie ein Oberschiedsrichter vor Ort sein muss. "Und der muss natürlich bezahlt werden. Die Fix-Kosten sind in dieser Liga einfach höher, zumal wir auch deutlich weitere Entfernungen zu den Auswärtsspielen zurücklegen müssen", sagt Scholten.

Wahrscheinlich noch kein Thema wird für die Oberligisten der neue Ball aus Plastik sein, der auf Dauer eingeführt werden soll. "Die Teams müssen sich einheitlich für die gesamte Spielzeit entscheiden. Aber es läuft wohl darauf hinaus, dass wir weiter mit den bisherigen Zelluloid-Bällen spielen werden", sagt Scholten.

Die sportlichen Ziele der Mannschaft sind klar formuliert. "Für uns geht es von Beginn an nur darum, die Klasse zu halten. Und das wird schwierig genug", so Scholten. Grund ist, dass die Ligen für die Spielzeit 2015/2016 neu geordnet werden. Deshalb qualifizieren sich nur die besten fünf der aus elf Mannschaften bestehenden Klasse automatisch für die dann eingleisige Oberliga. Der Tabellensechste spielt eine Relegation. Die restlichen Teams steigen in die NRW-Liga ab, die zur Saison 2015/2016 neu eingeführt wird.

"Bis auf den TTC BW Grevenbroich haben alle Mannschaften von den Ranglisten-Punkten her einen höheren Durchschnitt als wir. Aber die Jungs werden alles versuchen, in der Oberliga zu bleiben, auch wenn aufgrund der neuen Klasseneinteilung die NRW-Liga wohl eher realistisch ist. Aber wir freuen uns auf das Abenteuer Oberliga. Und mit uns auch die treuen Fans, die uns mit Sicherheit wieder toll unterstützen werden. Und denen wollen wir tollen Tischtennissport bieten", sagt Stefan Scholten. Zum Auftakt tritt das Team am Samstag, 18.30 Uhr, beim TTC Jülich II an.

(pf)