Lokalsport: Trotz Pleite bleibt der SVV auf Platz zwei

Lokalsport : Trotz Pleite bleibt der SVV auf Platz zwei

Die Gäste aus dem Emmericher Süden kassieren nach zuletzt sechs ungeschlagenen Partien eine unter dem Strich verdiente 0:2-Niederlage beim SV Hamminkeln, der damit den Klassenerhalt in der Bezirksliga realisiert hat.

Der Ehrenvorsitzende des SV Vrasselt, Jupp Helmes, hatte nach etwas mehr als 80 Minuten genug gesehen. "So schlecht haben wir schon lang nicht mehr gespielt", war seine kurze, aber präzise Analyse beim Verlassen der Anlage des SV Hamminkeln. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:0 (0:0) für die Hausherren, die in den letzten Minuten keine Mühe mehr hatten, den verdienten Heimerfolg über die Zeit zu bringen.

Zu ungefährlich präsentierten sich die Vrasselter über die gesamten 90 Minuten bei unterschiedlichsten Wetterbedingungen, auch wenn sie im ersten Durchgang ein optisches Übergewicht hatten. Bei Regen, Hagel, Schnee, Wind und Sonne konnten sie den bissigen Gastgebern im letzten Drittel wenig bis gar nichts entgegensetzen, so dass das ansonsten gefällige Offensivspiel ohne den erkrankten Mittelfeldregisseur Alexander Lohmann stockte. "Im Vergleich zu den Vorwochen war die erste Halbzeit gar nicht mal so schlecht. Wir hatten die Partie im Griff, waren aber in unseren Offensivaktionen nicht entschlossen genug", so Trainer Sascha Brouwer. "In den letzten Wochen hatten wir das Glück auf unserer Seite, heute eben nicht."

Dennoch hat sich die Ausgangssituation für die Blau-Weißen aus dem Emmericher Süden kaum verändert, da die Verfolger bis auf Adler Osterfeld, die 3:0 bei SC 26 Bocholt siegten, allesamt verloren. Damit bleibt der SV Vrasselt weiter auf Rang zwei, der die Aufstiegsrunde in die Landesliga bedeuten würde.

Nach einem heftigen Schauer begann die Partie bei strahlendem Sonnenschein, richtig warm ums Herz wurde es den Zuschauern aber nicht. Vrasselt mühte sich und versuchte es auf dem nassen Rasen mit Fernschüssen. Torjäger Mathias Pfände (13.) und Jeremias Geurtsen (21.) zielten vorbei, auf der Gegenseite war der Freistoß von Hendric Storm sichere Beute für Schlussmann Luca Pollmann (29.) und im Gegenzug setzte Marco Buscher einen Volleyschuss neben das Hamminkelner Gehäuse (30.). So ging es torlos und begleitet von leichtem Schneefall in die Kabine.

Als Knackpunkt der Begegnung bezeichnete Sascha Brouwer dann die 49. Minute, als im Anschluss an einen Einwurf und einer Brustablage Hamminkelns Routinier Raik Wittig die Lederkugel volley aus rund 25 Metern in den Giebel zum 1:0 jagte. "Danach haben wir 20 Minuten richtig konfus gespielt", beschrieb Brouwer die anschließenden Minuten nach dem Traumtor Wittigs.

Seine Mannen verloren nun komplett die Fassung und luden die Hausherren immer wieder zu Überzahlsituationen ein. Eine davon nutzte Niklas Egeling nach Zuspiel von Wittig in der 57. Minute, jedoch aus stark abseitsverdächtiger Position. Danach hatten die Platzherren noch einige gute Gelegenheiten "Da hätten wir auch durchaus noch drei oder vier Tore bekommen können", war Brouwer froh, dass zumindest ein Debakel abgewendet werden konnte. Die beste Gelegenheit für sein Team hatte Marco Buscher (58.), der Ball sprang vom HSV-Keeper an den Pfosten und wieder ins Feld. Der Regen setzte nun ein, die Gastgeber versiebten noch einige Möglichkeiten und Lennard Derksen sah nach mehreren kleinen Fouls und einem insgesamt unglücklichen Auftritt noch die Gelb-Rote Karte (89.).

(RP)
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