Fußball Titelaspiranten und Wackelkandidaten

Niederrhein · Bereits morgen wird in Pfalzdorf die neue Saison in der Fußball-Bezirksliga eröffnet. Während der SV Vrasselt und der RSV Praest nach den Sternen greifen, droht Blau-Weiß Bienen und dem SV Rees von Anfang an eine Zitterpartie.

 Kapitän Mathias Pfände (links) gehört zu den Top-Stürmern, mit denen der SV Vrasselt in der nächsten Saison in Richtung Meisterschaft angreifen möchte. Regisseur Pascal Lohmann soll seinen Teil dazu beitragen, dass BW Bienen der Bezirksliga erhalten bleibt.

Kapitän Mathias Pfände (links) gehört zu den Top-Stürmern, mit denen der SV Vrasselt in der nächsten Saison in Richtung Meisterschaft angreifen möchte. Regisseur Pascal Lohmann soll seinen Teil dazu beitragen, dass BW Bienen der Bezirksliga erhalten bleibt.

Foto: Stade / mvo

Das ist nichts für schwache Nerven ! Die neue Saison in der Fußball-Bezirksliga, Gruppe 7, die morgen Abend mit dem Spiel Alemannia Pfalzdorf gegen Siegfried Materborn eröffnet wird, verspricht insbesondere im Tabellenkeller Dramatik pur. Wegen der Reduzierung der Ligen, die der Verband Niederrhein beschlossen hat, müssen gleich sechs der 17 Mannschaften ins Gras beißen und in der Spielzeit 2014/'15 in der Kreisliga A antreten. Zu den Wackelkandidaten, die wahrscheinlich von Anfang an zittern müssen, gehören auch die beiden Aufsteiger SV Rees und BW Bienen. Auf der anderen Seite steigt nur der Meister in die Landesliga auf — die beiden Emmericher Vereine RSV Praest und SV Vrasselt dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen. Und so sehen die Perspektiven der vier Clubs aus Emmerich und Rees aus:

 Kapitän Mathias Pfände (links) gehört zu den Top-Stürmern, mit denen der SV Vrasselt in der nächsten Saison in Richtung Meisterschaft angreifen möchte. Regisseur Pascal Lohmann soll seinen Teil dazu beitragen, dass BW Bienen der Bezirksliga erhalten bleibt.

Kapitän Mathias Pfände (links) gehört zu den Top-Stürmern, mit denen der SV Vrasselt in der nächsten Saison in Richtung Meisterschaft angreifen möchte. Regisseur Pascal Lohmann soll seinen Teil dazu beitragen, dass BW Bienen der Bezirksliga erhalten bleibt.

Foto: Stade / mvo

Der SV Vrasselt ist zwar aus Schaden klug geworden. Im vergangenen Sommer hatte der damalige Trainer Markus Schneiders vollmundig verkündet, von Beginn an um die Meisterschaft mitmischen zu wollen. Der Schuss ging bekanntlich nach hinten los. Erst unter seinem Nachfolger Klaus Lindau fanden die Blau-Weißen in die Erfolgsspur zurück und landeten in der Endabrechnung auf Rang fünf. Lindau ist ein Mann mit Bodenhaftung und wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Favoritenrolle. Doch ein Blick auf den Kader verdeutlicht, dass man den SV Vrasselt unbedingt auf der Rechnung haben muss. In der Abteilung Attacke tummelt sich im Stadion "Dreikönige" das Beste, was die Liga zu bieten hat. Zwei ehemalige Oberliga-Torjäger (Mathias Pfände und Sascha Brouwer), dazu noch Jeremias Geurtsen und Youngster Marco Buscher, der Angebote anderer Vereine ausschlug — da dürfte den meisten Abwehrreihen der Konkurrenz schon jetzt angst und bange werden.

Lokalrivale RSV Praest wird sich hingegen nach dem kurzen Abenteuer Landesliga zunächst noch finden müssen. Die Gelb-Schwarzen haben im Angriff Probleme. Sezgin Baran ist zum Landesligisten FC Kleve gewechselt. Torsten Bongers, der erst in der Winterpause vom SV Brünen gekommen war, hat den Verein mit unbekanntem Ziel bereits wieder verlassen. Pierre Elspaß hat nach langer Verletzungspause gegen Ende der Testphase sein Comeback in der zweiten Mannschaft gewagt. Und Sorgenkind Fais Almami wird seine Laufbahn wegen eines Knorpelschadens eventuell sogar beenden müssen. Bleiben nur noch Michel Schicht, Justin Ising und Sven Dienberg, Neuzugang vom FC Bocholt II. Zwangsläufig wird Routinier Patrick Gottschling, der sich schon an die Rolle des Abwehrchefs gewöhnt hatte, wieder ganz vorne ran müssen. Das große Plus: Trotz des Abstiegs sind gestandene Leistungsträger wie Michal Szczepinski, Sebastian Kaul, Benedikt Derksen und Gottschling geblieben. So steht der Mannschaft vielleicht ein Stotterstart ins Haus. Doch auf Dauer mischt auch das Team um Trainer Roland Kock ganz oben mit.

Mit einer ganz jungen Mannschaft meldet sich der SV Rees in der Bezirksliga zurück — das Durchschnittsalter liegt bei knapp über 21 Jahren. Trainer Klaus Klein-Wiele hat seinen Schützlingen im taktischen Bereich sehr viel beigebracht. Die Grün-Weißen sind in der Lage, auch mit heiklen Situationen gekonnt umzugehen. Das beste Beispiel lieferte der SV Rees in der Vorbereitung am Klever Bresserberg. Beim dortigen Landesligisten FC lag das Team schnell mit 0:3 zurück. Doch einige Umstellungen führten zum erhofften Ergebnis — am Ende sprang ein 3:3 heraus.

Völlig befreit mischt A-Liga-Meister BW Bienen in der Bezirksliga mit — für Vereinsboss Axel Buckermann so etwas wie die "Champions League". Die Mannschaft, die in Torhüter Luca Pollmann, Regisseur Pascal Lohmann und Torjäger David Lohmann ihre Eckpfeiler hat, wird sich zwar zunächst einmal wieder an Niederlagen gewöhnen müssen. Doch fest steht auch: An einem guten Tag ist BW Bienen in der Lage, jeden Gegner zu schlagen.

(RP)
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