Lokalsport: Teamgeist ist der Trumpf des VfR Mehrhoog

Lokalsport : Teamgeist ist der Trumpf des VfR Mehrhoog

Fußball-Kreisliga B: Am letzten Spieltag hat das Team das Ticket für die Kreisliga A mit einem Sieg gegen den TuS Haffen-Mehr gelöst.

Ein Saisonziel hat der VfR Mehrhoog in der Fußball-Kreisliga B verfehlt. "Wir wollten nicht wieder zittern müssen. Das hat jetzt nicht ganz geklappt, auch wenn es so natürlich viel schöner ist", sagt Coach Frank Terhorst.

Noch in der Spielzeit 2016/17 musste sein Team bis zum Schluss um den Klassenerhalt bangen. Auch diesmal wurde bis zum letzten Spieltag gehofft und gebangt. Nur dass es in der gerade abgelaufenen Saison nicht darum ging, den Absturz in die Kreisliga C zu verhindern, sondern die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Das Ergebnis ist bekannt. Durch einen deutlichen 5:0-Erfolg beim Nachbarn TuS Haffen-Mehr machten die Mehrhooger den ersten Platz in der Gruppe zwei und damit den Aufstieg ins Oberhaus des Kreises Rees-Bocholt perfekt.

Gefeiert wurde anschließend bis in den frühen Montagmorgen. "Wir hatten nichts Großartiges geplant, haben aber, so glaube ich, eine ganz gute Party daraus gemacht", sagt der Mehrhooger Trainer. Ab Freitag wird weiter gefeiert. Mit 18 Mann bestreitet der Meister seine Abschlussfahrt für ein verlängertes Wochenende auf Mallorca.

Dass gleich so viele Mehrhooger mit in den Flieger steigen, ist für den Übungsleiter ein weiteres Zeichen für den blendenden Teamgeist, der aus seiner Sicht ganz sicher zum Aufstieg beigetragen hat: "Die Spieler verstehen sich untereinander einfach super. Auch die Trainingsbeteiligung war über die gesamte Saison immer sehr hoch", sagt der 37-Jährige.

Das sind allerdings nur zwei von vielen Gründen, die erklären können, warum sich die Mannschaft plötzlich in ganz anderen Gefilden wiederfand. So erwies sich zum Beispiel die Verpflichtung von Miguel Sperling, der vom Bezirksligisten SV Haldern kam und gleich 14 Treffer für den VfR erzielen konnte, als Volltreffer. Und auch die A-Junioren, die zur Mannschaft gestoßen sind und laut Terhorst "Mehrhooger Jungs sind", taten dem Spiel richtig gut. Für die Herausforderung Kreisliga A bleibt die Mannschaft fast komplett zusammen. Allerdings muss der Coach wohl auf zwei wichtige Kräfte verzichten.

Routinier Ralf Kerkmann wechselt ins Trainerteam und will nicht mehr aktiv auf dem Feld eingreifen. Marius Terhorst, der mittlerweile in Düsseldorf wohnt, möchte den großen Zeitaufwand nicht mehr stemmen. Dafür würde der Verein gerne noch den einen oder anderen Neuzugang verpflichten. Gerade im vorderen Bereich kann sich der Übungsleiter noch einige Verstärkungen vorstellen. Grundsätzlich gilt für Frank Terhorst aber: "Die Mannschaft hat auf jeden Fall noch Entwicklungspotenzial."

Vor der neuen Spielklasse hat der VfR-Trainer, der schon früh bei seinem Heimatverein verlängert hatte, auf jeden Fall gehörigen Respekt. "Man hat ja in den vergangenen Jahren gesehen, dass viele Mannschaften, die aufgestiegen sind, sofort wieder heruntergekommen sind. Für uns kann deshalb nur der Klassenerhalt das Ziel sein", sagt Terhorst. Wenn nötig, wird in Mehrhoog auch gerne wieder bis zum Ende gezittert.

(RP)
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