SVV-Trainer Sascha Brouwer passt Auftaktgegner nicht.

Fußball : SV Vrasselt gastiert beim Aufsteiger

Bezirksliga: Nach einer nicht optimal verlaufenden Vorbereitung tritt der SVV in Duisburg an.

Eine gefühlte Ewigkeit von 16 Jahren dauerte es, bis der Duisburger FV 08 in diesem Sommer wieder in die Fußball-Bezirksliga zurückgekehrt ist. Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der Verein aus dem Stadtteil Hochfeld dann den SV Vrasselt.

„Das habe ich mir nicht unbedingt gewünscht zum Saisonauftakt: auswärts bei einem Aufsteiger“, sagt Vrasselts Übungsleiter Sascha Brouwer, der vermutet, dass die Hausherren nach dem Aufstieg aus der Kreisliga A zu Beginn der neuen Spielzeit noch weiter auf einer Euphoriewelle surfen werden.

Die Duisburger Kicker sind jahrelang immer knapp an der Rückkehr in die Bezirksliga gescheitert. In der letzen Saison wurden sie dann souveräner Meister der Kreisliga A. Satte 20 Punkte war der Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Heißen. Nichtsdestotrotz musste der FV 08 Duisburg noch in die Relegation. Dort wurde schließlich noch die Hürde TV Voerde in zwei Spielen aus dem Weg geräumt.

„Für uns ist Duisburg ein absolut unbekannter Gegner“, erklärt Brouwer, der sich gleichwohl so weit möglich schlau gemacht hat. „Die haben durchaus gute Ergebnisse gegen Landesligisten in der Vorbereitung erzielt.“

Apropos Vorbereitung. Im Emmericher Süden war in den letzten Wochen nicht immer eitel Sonnenschein. „Wir hatten schon Vorbereitungen, die liefen glatter“, drückt es der 44-jährige Trainer noch neutral aus.

Gerade auch in der vergangenen Woche waren die Voraussetzungen in Vrasselt nicht optimal. Eine echte Vorbereitung auf den ersten Spieltag der Bezirksliga war kaum möglich, da gleich mehrere Spieler aus unterschiedlichen Gründen nicht an den Trainingseinheiten teilnehmen konnten.

Für Sonntag ist der Kader zwar nahezu vollzählig, aber „wir haben so etwa zwölf oder 13 fitte Spieler, dahinter einige Verletzte oder Spieler, die noch nicht bei 100 Prozent sind“, beschreibt der Trainer der Blau-Weißen die unbefriedigende Personalsituation. „Hinzu kommt, dass wir in der Urlaubszeit sind, aber das Problem haben natürlich alle Mannschaften.“ Definitiv werden morgen Eric Schulz und Torben Kroker ausfallen.

Beim Gegner hingegen hat es nach dem Aufstieg einen personellen Umbruch gegeben. Unter anderem verließ Toptorschütze Soufian Serifoski den Liganeuling und wechselte zur benachbarten Viktoria Buchholz. Einige junge Spieler wurden zudem in den Kader integriert.

„Wir müssen uns erst finden. Ich bin mit der Vorbereitung im Großen und Ganzen zufrieden, aber wahrscheinlich brauchen wir bis zum Ende der Hinrunde“, sagt dann auch der neue Duisburger Coach Dirk Pusch.

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