SV Werth muss es wieder ohne Mittelstürmer richten

Fußball : Der SV Werth muss es wieder ohne Mittelstürmer richten

Im Team von Hans-Georg Trinker gibt es viele personelle Änderungen. Probleme dürfte es für den B-Ligisten vor allem in der Offensive geben.

Der SV Werth startet erneut mit der Schwierigkeit in die neue Saison der Fußball-Kreisliga B, in der zentralen Angriffsposition ein Vakuum zu besitzen. Einen richtigen Mittelstürmer gibt es derzeit nicht im Kader. Dabei hatte es in der vergangenen Saison so ausgesehen, als sei diese Problematik behoben.

Mit dem routinierten Angreifer Matthias Teronde konnten die Werther in der Winterpause den langjährigen Torjäger vom SC Westfalia Anholt gewinnen. Doch den 27-Jährigen zog es im Sommer zurück zum Pannebecker. „Er hat sich bei uns durchaus wohlgefühlt, aber Westfalia Anholt ist einfach sein Heimatverein, das muss man dann auch akzeptieren“, sagt der Werther Trainer Hans-Georg Trinker, der nun ohne einen echten Mittelstürmer erneut kräftig improvisieren muss. „Ich habe da allerdings noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden.“ Erschwerend kommt für Trinker hinzu, dass Christopher Refke, der in der Offensive auch immer für einige Tore gut ist, studiumsbedingt nur sporadisch zur Verfügung stehen wird.

Weiterhin kann Trinker künftig nicht mehr mit Sebastian Otten planen, der nur noch in der zweiten Mannschaft des 1. FC Heelden spielen will sowie Mathias Schnieder, der pausiert, und Dirk Schlüter, der künftig bei den Alten Herren des Vereins kicken wird und höchstens im Notfall einspringen will. Auch Schlussmann Michael Heßling möchte sich künftig auf die Einsätze bei den Altherren beschränken. Außerdem ist der zweite Keeper Florian Weikamp zum SV Rees gewechselt. Dafür kehrt Steffen Boer (26) nach vier Jahren beim 1. FC Bocholt, wo er Keeper der zweiten Mannschaft war, zurück. Zudem ist mit Alessandro Basile (Borussia Bocholt) ein weiterer Schlussmann zum Werther Kader gestoßen. „Auf dieser Position brauche ich mir keine Sorgen zu machen“, sagt Trinker, der auf der anderen Seite allerdings einräumt: „Auf dem Feld haben wir sicherlich einiges an Qualität verloren“.

So vervollständigen ausschließlich junge Akteure den Kader des SV Werth, wobei Luis Jordan (SuS Isselburg A-Jugend), Marc Tanai (Westfalia Anholt A-Jugend), Lukas Schaffeld (zuletzt pausiert) und Sebastian Lieske (Westfalia Anholt III) wohl noch ein wenig Zeit brauchen.

Aus der eigenen zweiten Mannschaft rückt Peter Tillmann hoch, der in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit dem Knie hatte. Der offensive Mittelfeldspieler will jetzt aber nochmal angreifen und zeigte bisher gute Ansätze.

Insgesamt sei die Vorbereitung aber sicherlich nicht nach Wunsch gelaufen, auch wenn die Trainingsbeteiligung durchaus in Ordnung gewesen sei, sagt Trinker. So verpatzte seine Mannschaft zuletzt auch die Generalprobe mit einer satten 0:7-Niederlage beim B-Liga-Konkurrenten STV Hünxe.

Das erste Meisterschaftsspiel werden die Werther Fußballer am Sonntag um 15 Uhr gegen die Zweitvertretung der DJK SF 97/30 Lowick bestreiten. Für die Mannschaft ist das gleich ein richtiger Prüfstein gegen einen ambitionierten Gegner. „Wenn wir am Ende wie in der vergangenen Saison den fünften Platz belegen könnten, wären wir sicher schon zufrieden“, sagt der Werther Coach, der wieder einen Platz im oberen Mittelfeld anstrebt.

(misch)
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