Lokalsport: SV Vrasselt sieht sich auf einem guten Weg

Lokalsport : SV Vrasselt sieht sich auf einem guten Weg

Obwohl es für den Fußball-Bezirksligisten am letzten Spieltag der Hinrunde eine 0:4-Klatsche gab, ist man mit dem Erreichten zufrieden. Die junge Elf hat sich in der Spitzengruppe der Tabelle festgesetzt.

Der letzte Hinrunden-Spieltag hängt dem SV Vrasselt noch in den Kleidern. Beim Tabellenletzten Viktoria Winnekendonk gab es eine bittere 0:4-Klatsche. Sascha Brouwer kann dann auch die Enttäuschung seiner Spieler nachvollziehen. "Ich sehe es genau so wie die Mannschaft", sagt der Coach der Blau-Weißen, der sich selbst in der aktuellen Saison immer weniger Einsätze auf dem Feld gönnte. "Nichtsdestotrotz bin ich insgesamt mit der Hinrunde sehr zufrieden."

Gerade am Anfang der Saison habe man allerdings "ein paar Punkte liegen gelassen". Dies führt Brouwer auf die Dreifachbelastung aus Meisterschaft, Kreispokal und Niederrheinpokal zurück. Die 29 Punkte und der daraus resultierende vierte Tabellenplatz könne man "gar nicht hoch genug einschätzen", findet der 39-jährige Übungsleiter. "Mit ein paar doofen Niederlagen kann es ganz schnell in den Tabellenkeller gehen. Der SC 26 Bocholt und der RSV Praest sind da zwei warnende Beispiele."

Gleichwohl hatte Brouwer nie das Gefühl, dass auch der SVV unten reinrutschen könnte. Schon in der Vorbereitung habe sich gezeigt, dass die Mannschaft harmoniert. Der Coach führt das zum einen auf die geringe Fluktuation innerhalb des Kaders zurück. Zum anderen sei bei den Spielern ein unheimlich hoher Identifikationsfaktor mit dem Verein gegeben. "Das ist gerade in schwierigen Phasen ein großer Vorteil", sagt Brouwer, der auch besonders betont, dass sich die externen Sommerneuzugänge Luca Pollmann, Benjamin van Niersen und Niko Roszykiewicz prima ins Kollektiv eingefunden haben. Wobei die beiden Letztgenannten auch schon von früheren Engagements im Stadion Dreikönige keine komplett Unbekannten waren.

"Ich glaube auch, die Mischung innerhalb der Mannschaft stimmt. In der Breite sind wir gut aufgestellt", nennt Brouwer einen weiteren Pluspunkt. Er macht dies daran fest, dass das Team nicht mehr so abhängig von Spielern wie Jeremias Geurtsen oder Mathias Pfände ist. So können jüngere Akteure wie Marco Buscher oder Gerrit Eul dann dem Spiel ihren Stempel aufsetzen, obwohl der Trainer gerade den Jungspunden auch schwächere Phasen zugesteht: "Das können wir auffangen." Mit aktuell sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter 08/29 Friedrichsfeld kocht das Thema Aufstieg bei den Blau-Weißen noch kleiner als auf Sparflamme. "Sollte es bei uns mal passen, muss es eine langfristige Entwicklung sein. Ich sehe uns da auf einem guten Weg", meint der Übungsleiter, der in den kommenden Jahren auf Jugendspieler zurückgreifen kann, die dann von der D- bis zur A-Jugend kontinuierlich beim SVV in der Leistungsklasse gespielt haben.

"Ich brauche nicht 100 Leute anrufen, damit ich für das nächste Jahr eine schlagkräftige Truppe zusammenbekomme", so Brouwer. So hat es mit den meisten Spielern auch schon Gespräche gegeben. Florian Wirtz wird allerdings aufgrund eines Auslandssemesters zwischenzeitlich nicht zur Verfügung stehen. Brouwer plant maximal mit ein oder zwei externen Neuzugängen im Sommer. Mit einem Kandidaten aus der A-Liga hat Brouwer auch schon Kontakt geknüpft.

(RP)