Lokalsport: SV Vrasselt peilt etwas Zählbares an

Lokalsport : SV Vrasselt peilt etwas Zählbares an

Fußball: Die Partie des Bezirksligisten beim SC 1920 Oberhausen wird auf Asche ausgetragen. SVV-Coach Sascha Brouwer beklagt etliche Spielerausfälle. Der Gastgeber, der Platz fünf belegt, schielt noch in Richtung Landesliga-Aufstieg.

Beim Fußball-Bezirksligisten SV Vrasselt grassiert die Grippewelle. Erdal Taskiran, Benjamin van Niersen und Nils Rütjes lagen die Woche über flach. Auch Co-Trainer Markus Urselmans erwischte der Grippevirus. Die jungen Moritz Remke und Marcel Flietel fallen zudem aus. Zu den krankheitsbedingten Ausfällen gesellen sich noch Florian Wirtz und Lennart Derksen, die weiterhin ihre Rot-Sperren absitzen müssen. Bei dieser Personalsituation überrascht die Aussage des Vrasselter Übungsleiters vor der morgigen Auswärtspartie um 15 Uhr beim SC 1920 Oberhausen). "Ich möchte, dass wir spielen", sagt Coach Sascha Brouwer. "Allein schon um nicht noch ein weiteres Spiel unter der Woche nachholen zu müssen."

Die Bezirksliga-Partie wird in Oberhausen auf einem Aschenplatz ausgetragen. "Man muss einfach mal abwarten, wie das Wetter wird", sagt der Vrasselter Coach, der am vergangenen Sonntag mit seiner Mannschaft einen 4:2-Derbysieg gegen den RSV Praest bejubeln konnte. "Das Spiel hat mir aber eigentlich nicht so gut gefallen. Wir waren da zu weit von den Leuten weg. Das muss sich in Oberhausen ändern."

Denn eindringlich warnt Brouwer vor dem Gastgeber: "Die Oberhausener haben einige sehr starke Einzelspieler, gerade in der Offensive." Der SC 1920 hat im Übrigen als aktuell Tabellenfünfter den Aufstieg in die Landesliga noch nicht abgeschrieben, auch wenn er sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz liegt. "In unserer Situation dürfen wir uns keinen Ausrutscher mehr erlauben", sagt Oberhausens Spielertrainer Ümit Ertural. "Für uns ist in den kommenden Wochen jedes Spiel wichtig."

Dass die Vrasselter, die nach wie vor als Tabellendreizehnter in großer Abstiegsgefahr schweben, aber gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel mithalten können, zeigte unlängst das torlose Unentschieden beim Spitzenreiter TuB Bocholt. "Für uns sind das im Prinzip Bonuspunkte, aber wir wollen schon was Zählbares mit nach Vrasselt nehmen", sagt der Vrasselter Trainer.

Während Sascha Brouwer die Offensive des Gastgebers ausdrücklich lobt, drückt beim Team aus Oberhausen momentan der Schuh auch eher im Defensivverbund. So sind die beiden Stammkräfte Bilal Fezzani und Kevin Bongers verletzt und können am Sonntag nicht auflaufen. Sven Weinknecht sitzt gegen den SV Vrasselt eine Sperre ab.

(RP)
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