Vrasselt: SV Vrasselt knackt den heimstarken HSV

Vrasselt : SV Vrasselt knackt den heimstarken HSV

Bezirksliga: Beim Hamminkelner SV gewinnt die Elf von Trainer Sascha Brouwer dank der Tore von Nick Konopatzki, Jens Wunder und Marco Buscher mit 3:2. Durch diesen Erfolg fährt der SVV drei wichtige Zähler im Abstiegskampf ein.

Sascha Brouwer war nach dem Match komplett durchnässt, der Trainer des SV Vrasselt strahlte aber dennoch über das ganze Gesicht. Seine Elf zeigte in der Meisterschaftspartie beim SV Hamminkeln eine sehr engagierte Leistung, die diesmal auch mit einem Sieg und drei Punkten belohnt wurde. Mit 3:2 (1:0) behielten die Blau-Weißen die Oberhand und beendeten damit die beeindruckende Heimserie der Gastgeber, die zuvor alle fünf Saisonpartien auf der heimischen Anlage gewonnen hatten. Durch den Dreier konnten die Blau-Weißen die Abstiegsplätze verlassen und sich in der Tabelle auf den 13. Platz verbessern.

„Wir haben alles reingeworfen, das war Abstiegskampf pur. Das Match hätte in beide Richtungen ausgehen können und wir sind natürlich sehr froh, dass wir am Ende den Sieg mitgenommen haben. Das ist in unserer Situation Gold wert“, war SVV-Coach Sascha Brouwer erleichtert.

Die ersten beiden guten Szenen in der Bezirksliga-Begegnung hatten zunächst die Hausherren, doch Vrasselts Schlussmann Luca Pollmann zeigte sich auf dem Naturrasen gegen die Fernschüsse von Alexander Siepen (4.) und Tom Lennart Klump (7.) auf dem Posten. Anschließend taten sich die Hamminkelner aber schwer, gegen die gut sortierte Vrasselter Abwehr erfolgversprechend vor das Tor zu kommen. Auf der anderen Seite hätten fast die Vrasselter Spieler jubeln können, als nach einer Flanke von Marco Buscher am zweiten Pfosten Nick Konopatzki aus kurzer Distanz HSV-Keeper Sascha Tünte anschoss (14.).

Besser machte es Konopatzki dann in der 33. Minute. Nach einem Ballverlust der Gastgeber im Mittelfeld schalteten die Vrasselter schnell, Murat Dogu bediente Konopatzki, der das Leder aus 14 Metern versenkte. „Die erste Hälfte haben wir es bis auf die ersten zehn Minuten gut gemacht“, wertete SVV-Coach Sascha Brouwer die Pausenführung als durchaus verdient.

Der Vorsprung hielt allerdings nach dem Wiederanpfiff nur fünf Minuten. Alexander Siepen setzte Raik Wittig an der Strafraumgrenze in Szene und der 39-jährige Routinier versenkte das Leder mit einem leicht abgefälschten Schuss zum 1:1. Und es kam noch schlimmer. Als Luca Pollmann in der 74. Minute einen langen Ball der Hamminkelner nicht festhalten konnte, staubte Peter Hütten zum 2:1 ab und die Grün-Weißen hatten das Match gedreht. „Das Tor geht auf meine Kappe. Wir haben dann aber Moral bewiesen“, sah der SVV-Keeper, wie seine Teamkameraden unmittelbar nach dem Rückstand zum 2:3 ausgleichen konnten, als Jens Wunder einen gut getretenen Freistoß von Murat Dogu am zweiten Pfosten ins Netz köpfte (76.). Und es kam noch besser für die Gäste. In der 80. Minute zeigte der Schiedsrichter nach Foul von Tom Wirtz an Niklas König auf den Punkt. Der Hamminkelner Torjäger, der diesmal komplett blass blieb, musste zudem mit der Ampelkarte den Platz verlassen. Marco Buscher verwandelte den Strafstoß sicher zum 3:2.

In den letzten Minuten waren die Vrasselter dann dem vierten Treffer näher als die Hamminkelner dem Ausgleich. Die beste Chance vergab Niklas König der nach einem Konter frei vor dem Tor verzog (87.), so dass die Blau-Weißen noch bis zum Schlusspfiff zittern mussten.

Am nächsten Spieltag stellt sich auf der Vrasselter Anlage der SC 26 Bocholt vor.

SV Vrasselt: Pollmann - Flietel, van Niersen, Derksen, Weyenberg, Wunder, Wirtz, Buscher, König (88. Kroker), Dogu (78. Hellebrand), Konopatzki.

Mehr von RP ONLINE