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Lokalsport: SV Vrasselt kassiert eine dicke Schlappe

Lokalsport : SV Vrasselt kassiert eine dicke Schlappe

Fußball: Nach einer desolaten Vorstellung ist Bezirksligist SV Vrasselt mit der satten 0:5-Packung gegen den Hamminkelner SV noch gut bedient. Nach der Niederlage stecken die Vrasselter nun mitten im Abstiegskampf.

Mit nur einem Wort beschrieb Ulli van Embden, Vorsitzender des SV Vrasselt, das Geschehen auf dem Feld: "Katastrophe!". Bemerkenswert: Das war zur Pause des Bezirksliga-Spiels gegen den Hamminkelner SV. Die Einschätzung des SVV-Vorsitzenden nach den 90 Minuten ist nicht überliefert. Nur so viel: Besser dürfte sie sicherlich nicht ausgefallen sein. Der SV Vrasselt unterlag im heimischen Stadion Dreikönige mit 0:5 (0:2). Die Gastgeber waren nicht nur in allen Belangen unterlegen, sondern mit den fünf Gegentoren sogar noch gut bedient.

Ohne Übertreibung war es ein spielerischer Offenbarungseid, den der Emmericher Südstaatenclub ablegte. Das lässt sich schon an der Tatsache ablesen, dass die Hamminkelner zuvor mit erst acht Treffern in zehn Spielen den schlechtesten Angriff der Liga stellten. Auch SVV-Coach Sascha Brouwer wusste kaum, wie ihm geschah. "Ich bin ein bisschen perplex", sagte der 42-Jährige. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den letzten Jahren mal so schlecht gespielt haben."

Wie hilflos die Vrasselter über die gesamten 90 Minuten agierten, zeigte, dass HSV-Keeper Sascha Tünte auch auf einem Liegestuhl das schöne Herbstwetter hätte genießen können. Er musste nicht einen Ball halten. Wirklich kein einziger Schuss im ganzen Spiel ging aufs Tor der Gäste. Wer gegen eine derartig harmlose Offensive spielt, kann sich dann gleich doppelt freuen, wenn dann auch noch etliche Unzulänglichkeiten hinzukommen.

In den ersten 20 Minuten kam bei den Gastgebern praktisch kein Pass an. Zudem standen sie durch die Bank zu weit entfernt von ihren Gegenspielern. Erschwerend kam hinzu, dass die Gäste auch alle entscheidenden Zweikämpfe gewinnen konnten.

Nach zwölf Minuten klingelte es das erste Mal im Kasten von Luke Ketelaer, der noch am wenigsten für die derbe Klatsche konnte. Nach einem langen Ball verloren die Vrasselter das Kopfballduell und Pascal Krause konnte von Höhe des Elfmeterpunkts zum 0:1 abziehen (12.). Nachdem die Vrasselter einen eigenen Einwurf vertändelt hatten, schalteten die Gäste blitzschnell und Tom Wirtz drückte den zweiten Versuch - den ersten Schuss blockte Keeper Ketelaer noch - über die Linie (17.).

In Durchgang zwei dauerte es ein bisschen, doch der Weckruf der Gäste hatte es wieder in sich. Marius Laub setzte einen Freistoß aus 18 Metern ans Lattenkreuz (69.). In Minute 71 folgte der zweite Treffer von Tom Wirtz, der mit einem Flachschuss zum 3:0 traf.

Nach Foul von Florian te Laak an Felix Paus gab der umsichtige Schiedsrichter Thomas Verrieth Elfmeter, den Hendric Storm verwandelte (78.). Den Schlusspunkt setzte Maximos Fachantidis in Minute 80. "Wir sind jetzt mitten im Abstiegskampf angekommen", erklärte Coach Brouwer, dessen Mannschaft gerade noch vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz aufweist.

SV Vrasselt: Ketelaer - Taskiran (72. Rütjes), Weyenberg, Janßen, te Laak, Wirtz, Geurt sen, Flietel (46. Remke), Ver steegen, Buscher, Müller (76. Hülsmann).

(RP)