Vrasselt: SV Vrasselt im Wechselbad der Gefühle

Vrasselt : SV Vrasselt im Wechselbad der Gefühle

Bezirksliga: Die Mannschaft um Trainer Sascha Brouwer gewinnt mit 4:3 gegen die DJK 97/30 Lowick. In der Schlussphase überschlagen sich die Ereignisse und Eric Schulz erzielt per Kopf den entscheidenden Treffer.

In den Schlussminuten der Bezirksligapartie zwischen dem SV Vrasselt und der DJK SF 97/30 Lowick überschlugen sich die Ereignisse. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit tanzte eine schwarz-gelbe Jubeltraube über den Platz, nachdem Marco Kämmler soeben die 3:2-Führung der Gäste erzielt hatte. Nach dem Abpfiff tanzte wieder eine Jubeltraube über den Platz – die Farbe allerdings hatte sich geändert. Mit einem Doppelschlag drehten die Blau-Weißen die Partie und feierten einen 4:3-Sieg gegen den Tabellenvierten.

„Ein unfassbares Spiel. Wenn es so gut ausgeht, alles okay, aber es war natürlich ein brutaler Spielverlauf“, musste auch Vrasselts Trainer Sascha Brouwer kurz durchatmen. Dabei fing die Partie zunächst recht entspannt an. Die Hausherren standen konsequent im klassischen 4-4-2, verschoben gut und machten die bespielbaren Räume in der eigenen Hälfte dadurch sehr eng.

 Die erste klare Chance der Gastgeber nach einer Viertelstunde wurde prompt mit der Führung belohnt. Über Jens Wunder kam der Ball zu Joel Manoch, der das Spielgerät mit viel Schnitt vor das gegnerische Tor brachte, wo Marko Cvetkovikj den Ball aus vollem Lauf aus drei Metern zum 1:0 einnetzte.

Die Hausherren spielten mit der Führung im Rücken weiter diszipliniert, lauerten auf den richtigen Moment. So ein Moment ergab sich in der 35. Minute. Die Vrasselter setzten den Gegner vor dem Tor unter Druck, bis Niklas König sich in einen Klärungsversuch des Lowicker Torhüters warf. Zwar konnte Gästetorwart Finn Klein-Schmeink den Pressball gerade noch von der Linie kratzen, allerdings vor die Füße von Manoch. Zuvor noch Vorbereiter, vollstreckte der Youngster nun selbst zur 2:0-Halbzeitführung.

„Nach der Pause haben wir Geschenke verteilt. Vor beiden Gegentreffern haben wir eigentlich Ballbesitz und klären die Bälle nicht, machen Lowick dadurch selber wieder stark“, musste Brouwer mitansehen wie sein Team in der 55. Minute zunächst den Anschluss und fünf Minuten später, nach einem zweifelhaften Strafstoß, auch noch den Ausgleich kassierte.

Die Blau-Weißen benötigten bis zur 70. Minute um den Rückschlag zu verdauen und investierten dann wieder mehr in das Spiel. In die Vrasselter Schlussoffensive fiel dann das 2:3 durch Kämmler.

Der SVV gab sich aber noch nicht geschlagen und plötzlich hatte Cvetkovikj ganz viel Platz, zog auf das Tor und erzielte mit einem platzierten Schuss das 3:3. Der SVV wollte jetzt den Sieg, warf alles rein. Nach einer Ecke stieg Eric Schulz am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf zum 4:3-Siegtor in die Maschen. „Ich sag es immer wieder: Wir müssen daran glauben, was alles möglich ist, hat man heute wieder gesehen“, freute sich Brouwer, dessen Elf sich auf Platz zwölf verbesserte.

SVV: Pollmann - Derksen, Weyenberg (62. Dogu, 87. Hellebrand), Offergeld, Flietel, Wunder (77. Schulz), Buscher, Wirtz, Manoch, König (75. Konopatzki), Cvetkovikj.